Ergebnisse aus vier Forschungs- und Entwicklungsprojekten präsentiert die Fachhochschule Köln auf der Hannover Messe (21. bis 25. April 2008). Am Stand (Halle 6, Stand C 24) des NAMTEC - National Metals Technology Centre werden ein Bearbeitungssystem für die Großserienproduktion von Mikrobauteilen und ein drahtloses Diagnose- und Kontrollsystem für (autonome) Fahrzeuge gezeigt. Auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW (Halle 2, Stand C38) präsentiert sich der Forschungsschwerpunkt Computational Services in Automation. Und das Institut für Nachrichtentechnik demonstriert am Stand der Firma Beckhoff (Application Parc, Halle 17, Stand D26) mit einem Kickroboter die Leistungsfähigkeit moderner, frei programmierbarer Schaltkreise, so genannter FPGAs (Field Programmable Gate Arrays).
Bearbeitungssystem für Mikrobauteile (Halle 6, Stand C 24)
Immer mehr Produkte wie Laptops, Kameras oder Autos enthalten heute Mikrobauteile. Prof. Dr. Christoph Hartl vom Institut für Produktion der Fachhochschule Köln führt in Hannover ein Bearbeitungssystem für diese sehr kleinen Bauteile vor, das für den Einsatz zur Großserienproduktion konzipiert ist. Das vom Forschungspartner Latronics GmbH aus Aachen entwickelte modulare System baut auf einem Faserlaser auf und ermöglicht mit seiner Steuersoftware die 3D-Bearbeitung der Bauteile. Auf der Messe wird mit dem Laser die Produktion eines Mikro-Röhrchens aus Edelstahl für eine Kamera gezeigt - mit einem Durchmesser unter einem Millimeter und einer Wanddicke entspricht es einem menschlichen Haar.
Drahtloses Diagnose-System für die Wartung von Fahrzeugen (Halle 6, Stand C 24)
In der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften der Fachhochschule Köln haben die Elektroingenieure unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Klein ein drahtloses Diagnose-System für die Wartung von Fahrzeugen entwickelt. Hiermit könnte der Pannennotdienst bei einem liegengebliebenen Auto oder Lkw mit Hilfe eines PDAs vom Servicewagen aus feststellen, warum die Elektronik verrückt spielt. Das Diagnose-System ist für die Autoindustrie bzw. Pannendienste interessant, weil es einen Standard nutzt, der auf jeden Fahrzeugtyp übertragbar ist und drahtlos alles erfassen kann, was ein Werkstatt-Diagnosesystem misst. Die Fachhochschule Köln plant daher, ein Unternehmen auszugründen, das das neue System vermarktet. Auf der Hannover Messe wird die Funktionsweise des Diagnose-Systems mit einem rund 30 cm hohen, mit Sensoren ausgerüsteten Roboter-Fahrzeug demonstriert. Dieses bewegt sich in einem zwei Quadratmeter großen Hindernis-Parcours und löst Aufgaben, während gleichzeitig alle Messdaten über seinen Einsatz drahtlos an einen Computer gesendet werden.
Kickroboter (Halle 17, Stand D26)
Um die Leistungsfähigkeit moderner, frei programmierbarer Schaltkreise, so genannter FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) zu demonstrieren, entwickelte das Institut für Nachrichtentechnik der Fachhochschule Köln in Kooperation mit der Firma EBV, München, einen Kickroboter. Den bewusst offen gestalteten mechanischen Aufbau erstellte die Werkstatt der Fakultät für Informations-, Medien und Elektrotechnik. Die Konzeption, Verdrahtung und Programmierung wurde im Rahmen von Diplomarbeiten unter Leitung von Prof. Dr. Jens Onno Krah erarbeitet. Das Prinzip Mensch gegen Maschine, das beim Schach seit langem selbstverständlich ist, wurde an der FH Köln auf einen Tischkicker übertragen.
Das "Spielfeld" - ursprünglich eine grün lackierte Holzplatte - ist mit transparentem, schlagfestem Milchglas ausgeführt. Zusätzlich ist über dem Kicker eine Art Flutlicht installiert. Eine Kamera kann dadurch über einen Umlenkspiegel den Schatten des Kickerballs von unten erkennen. Algorithmen einer Bildverarbeitung berechnen die Koordinaten und senden diese per Ethernet an vier EBV FPGA Entwicklungsboards (DBC2C20 Altera© Cyclone II Development Board). Jedes dieser Boards steuert die zwei Servomotoren einer Kickerachse an: jeweils ein Motor zum Positionieren der Spielfiguren und ein Motor zum Schießen. Bei dieser Lösung werden keine dedizierten integrierten Schaltkreise mehr benutzt, sondern frei programmierbare FPGAs. Der Ethernet Media Access Controller, die Feldbusanschaltung und auch der Prozessor sind in VHDL (Very High Speed Integrated Circuit Hardware Description Language) codiert und dadurch Teil der FPGA- Konfiguration.
Computational Services in Automation
IT-Lösungen in der Automation (Halle 2, Stand C36)
In der Automatisierungstechnik gewinnen Informationstechnologien immer mehr an Bedeutung. Das reicht vom Einsatz einheitlicher Infrastrukturen auf der Basis von Ethernet bis hin zu webbasierten Lösungen für die Prozessvisualiserung. Das Institut für Automation & Industrial IT der Fachhochschule Köln stellt auf dem Gemeinschaftsstand Innovationsland NRW gemeinsam mit den Industriepartnern ABB, CodeWrights, HARTING , Phoenix Contact, Schneider Electric und Siemens seine Entwicklungen und Lösungen im Forschungsschwerpunkt Computational Services in Automation vor. Hierzu zählt u. a. auch die am Institut entwickelte Software PROFINETwalker zur Analyse von PROFINET-Netzwerken. Mit dem PROFINETwalker lassen sich auf einfache Weise die Konfigurationen und Verbindungen von Geräten und Systemen in einem PROFINET-Netzwerk ermitteln und auswerten. Konfigurationsfehler lassen sich so bei der Inbetriebnahme und im laufenden Betrieb schnell erkennen. Weitere Exponate sind: IT-Sicherheit in der Produktion, Modellierung und Simulation sowie Forschungsergebnisse des Projektes WEBMATION (Webtechnologie in der Automatisierung).
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.500 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Die zehn Fakultäten bieten mehr als 60 Studiengänge an - jeweils etwa die Hälfte aus den Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Die Fachhochschule Köln ist eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und dem Internationalen Standard ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.
Kontakt für Medien
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Criteria of this press release:
Electrical engineering, Energy, Information technology, Materials sciences, Mechanical engineering
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Research projects
German

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