Breiter Forschungsansatz umfaßt Bodenschädlinge im Acker-, Garten- und Hopfenbau
Im Rahmen des Verbundvorhabens beschäftigen sich seit März 2008 acht Forschungsinstitutionen mit der Erarbeitung von integrierten Pflanzenschutzverfahren zur Drahtwurmbekämpfung im Kartoffelanbau und weiteren Ackerbaukulturen sowie zur Bekämpfung von Erdraupen (Gemüsebau), Luzernerüßler (Hopfenbau) und Dickmaulrüßler (Gartenbau).
Die Koordination obliegt dem Julius-Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über den Projektträger Agrarforschung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Zur Bekämpfung von im Boden lebenden Schädlingen stehen in vielen Fällen keine Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Zudem werden mit einer chemischen Bekämpfung meist nicht die Larven erfasst, die im Boden schwer erreichbar sind, aber bei Kulturpflanzen den Hauptschaden anrichten. Daher gibt es seit längerer Zeit Bemühungen, biologische Verfahren zur Bekämpfung von Bodenschädlingen zu entwickeln, u.a. mit Nematoden, Bakterien oder Pilzen.
Für eine Lösung des Problems soll das Verbundvorhaben die Forschung zu nachhaltigen Bekämpfungsmaßnahmen vorantreiben. Verschiedene bereits bekannte Verfahren können dazu auch neu kombiniert oder auf andere Kulturen übertragen werden. Dieser Forschungsverbund greift damit die Ziele des "Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln" auf. Der Verbund ist damit ein wichtiges Element des nationalen Aktionsplans.
Weitere Informationen finden Sie unter www.ble.de (unter Forschungsförderung, Entscheidungshilfe-Vorhaben bei Angabe jeweils der Förderkennzeichen "06HS018", "08HS001" bis "08HS006" und "08HS011" als Suchbegriff)
Criteria of this press release:
Biology, Environment / ecology, Information technology, Oceanology / climate, Zoology / agricultural and forest sciences
transregional, national
Research projects
German

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