Gleich vier Erfolge konnten die Koblenzer Informatiker während der diesjährigen RoboCup German Open in Hannover feiern. Insgesamt 26 Studierende nahmen in drei Koblenzer Teams unter Leitung ihrer Professoren an den RoboCup German Open in Hannover teil. In der Gesamtwertung der Rettungsliga sicherte sich das Team "Resko" der Arbeitsgruppe Aktives Sehen den zweiten Platz und verteidigte den ersten Platz in der Klasse Autonomie. "Robbie X" - der Roboter der Koblenzer Computervisualisten - ist damit zum dritten Mal in Folge zum besten autonomen Roboter im RoboCup Rescue-Wettbewerb gekürt worden. Erstmalig trat ein zweites Team der Arbeitsgruppe mit "Robbie X" in der "@Home"-Liga des Wettbewerbs an und konnte dort auf Anhieb einen sehr guten dritten Platz belegen. In der neu gegründeten "Mixed Reality"-Liga trat ein weiteres Team aus Koblenz mit großem Erfolg an: Mit ihren winzigen "Eco Be"-Robotern erzielten die Studenten den Titel als Gesamtsieger.
Die "Eco Be" Miniatur-Roboter, die nur 10 Gramm leicht sind, treten auf einem "Fußballfeld", bestehend aus einem 22 Zoll-Monitor mit einem virtuellen Fußball, gegen andere Teams an. Das zehnköpfige "Mixed-Reality"-Team entwickelte den Roboter im Rahmen eines Projektpraktikums. Dem aktuellen Erfolg gingen bereits ein erster und ein zweiter Platz bei den Iran Open Anfang April voraus. Die Idee zu diesem Projekt brachte der Student Matthias Bohnen aus seinem Auslandssemester in Osaka (Japan) mit. In Koblenz wird das Projekt von den Forschungsgruppen der Professoren Dr. Ulrich Furbach (Künstliche Intelligenz) und Dr. Stefan Müller (Computergrafik) betreut.
Unter Leitung von Professor Dr. Dietrich Paulus gelang es der Arbeitsgruppe "Aktives Sehen" mit ein und demselben Roboter gleich mehrfach erfolgreich zu sein. "Der Ausbau des Roboters und die zahlreichen Arbeitsstunden haben sich gelohnt," so Diplom-Informatiker Johannes Pellenz, Projektleiter der beiden studentischen Teams um "Robbie X". Dieser ist der einzige Roboter, der bei den German Open gleich mehrere Aufgabenbereiche erfolgreich bewältigte. Über vier Jahre hinweg wurde der Roboter in der Arbeitsgruppe und in studentischen Praktika konsequent weiterentwickelt. Noch während des Wettbewerbs entwickelten die Studierenden eine Hinderniserkennung mit Hilfe von 3D-Laserdaten, die den Roboter davon abhält, stark unebenes Gelände zu betreten.
In der "Rescue"-Liga müssen die Roboter in einem simulierten Katastrophenszenario innerhalb kurzer Zeit ferngesteuert oder autonom Verletzte finden und diese auf automatisch erstellten Karten lokalisieren. Diese Fähigkeiten sollen in naher Zukunft genutzt werden, um Rettungskräfte beim Auffinden Überlebender zu unterstützen. Die Stärke des Koblenzer "Resko"-Teams liegt vor Allem im Erstellen von Karten und in der intelligenten Autonomie des Roboters. Das Ziel der "@Home"-Liga ist die Entwicklung von intelligenten Haushaltsrobotern, die den Menschen in seinem Alltag unterstützen. Für diesen Wettbewerb erweiterte das Team "Homer" den Funktionsumfang von "Robbie X". Der Roboter ist nun in der Lage, verlorene Gegenstände in einem Raum aufzufinden und Personen auf ein Sprachkommando hin zu folgen. Von den bereits vorhandenen Entwicklungen aus der "Rescue"-Liga profitierte das Team beispielsweise bei der Kartierung und Lokalisierung im Raum.
Die Teams "Resko" und "Homer" um "Robbie X" wurde finanziell unterstützt von der Energieversorgung Mittelrhein (EVM), dem Münchener Softwarehaus sd&m AG sowie dem Institut für Computervisualistik. Jetzt hoffen die jungen Wissenschaftler der drei Teams auf weitere Sponsoren, die ihnen die Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft in Suzhou, China, ermöglichen. Weitere Informationen zu den Robotern und eine ausführliche Berichterstattung zu den Deutschen Meisterschaften finden sich im Internet unter
http://robots.uni-koblenz.de
Criteria of this press release:
Information technology
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Research projects, Scientific conferences
German

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