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04/30/2008 14:32

Charlotte Knobloch sehr beeindruckt

Dr. Adrian Ciupuliga Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Konstanz

    Ausstellung "Jüdische Jugend" endet in Tel Aviv mit großem Erfolg
    Von Design-Studenten der Hochschule Konstanz konzipiert und realisiert

    Hohes Lob aus prominenten Mündern für die Ausstellung "Jüdische Jugend heute in Deutschland" in Tel Aviv: Nach zweimonatiger Dauer sprachen zur Finissage auf Einladung der Israelisch-Deutschen Gesellschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Reihe Persönlichkeiten des politischen und öffentlichen Lebens aus Israel und Deutschland. An der Veranstaltung im "Beit Mishkenot Ruth Daniel" nahmen Vertreter des Kultur- und des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages teil.

    Die Begrüßung der über 100 Finissage-Besucher übernahmen der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Harald Kindermann, der Direktor der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel, Dr. Lars Hänsel, sowie Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland und Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG). Primor hob die Bedeutung der deutsch-jüdischen Kultur und Geschichte hervor. In Israel wird allerdings die Frage sehr kontrovers diskutiert, ob Juden in Deutschland leben sollten. Primors Antwort fiel klar aus: "Deutschland ist unser bester Freund in Europa. Herzl hat in Deutsch geschrieben." Primor sieht die Nazizeit als eine schreckliche Pause, einen Abgrund in der deutsch-jüdischen Geschichte an, der nicht verdrängt werden dürfe. Dagegen stellt Avi Primor jedoch, "die ruhmreiche Vergangenheit" deutsch-jüdischer Geschichte, die es wieder aufzubauen gelte: "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Erneuerung der jüdischen Religion in Deutschland begonnen hat."

    Auf eine Podiumsdiskussion stimmte eine Grundsatzrede von Charlotte Knobloch ein, die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland und Schirmherrin des Projektes "Jüdische Jugend heute in Deutschland". Sei es Torheit oder Vision, wenn Juden in Deutschland leben, fragte sie und führte aus: "Die Antwort fällt nicht schwer: Es kann nicht mehr als Torheit bezeichnet werden, wenn Juden in Deutschland leben." Für das Projekt des Studiengangs Kommunikationsdesign fand Charlotte Knobloch lobende Worte: "Die Studenten haben sehr abgewogen und hervorragend ein Bild von jungen deutschen Juden gezeichnet. Ich wünsche mir, dass die Ausstellung demnächst in München gezeigt wird." Ihr Lob setzte sie fort: "Was ich hier sehe, beeindruckt mich sehr. Es ist eine hervorragende Ausstellung. Ich kann nur hoffen, dass diese Ausstellung in mehreren Ländern gezeigt wird." Es sei den Studenten auf beeindruckende Weise gelungen, einen unbekannten Aspekt deutscher Gegenwart zu zeigen: "Auf neue Fragen - es ging nicht nur um die Shoa - haben die Studierenden spannende Antworten erhalten."

    Die Podiumsdiskussion wurde von Samson Altman-Schevitz von der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG) moderiert und hatte zum Thema: "Young Jewish life in Germany today - folly or vision?". Neben Charlotte Knobloch diskutierten Leah Mühlstein, die am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam zur Rabbinerin ausgebildet wird, Ronit Vered, Vertreterin des Irgun Merkaz Oley Europa (Vereinigung der Einwanderer aus Mitteleuropa), und Uriel Kashi, ehemaliger Direktor der Vereinigung deutscher jüdischer Studenten und jetzt Neueinwanderer in Israel. Kashi befand, die Ausstellung aus Konstanz zeige, dass es junge, engagierte Juden in Deutschland gebe; sie sei ein "toller Beitrag zum Kulturaustausch. Solche Initiativen, von der Basis, das gibt uns Hoffnung."

    Der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Andreas Schmidt äußerte sich ebenfalls begeistert: "Die Ausstellung ist sehr gelungen. Ein Dankeschön gilt den Studierenden, sie haben einen guten Beitrag geleistet. Ich habe heute Abend mein Bewusstsein erweitern können." Sein Kollege Hans-Joachim Otto ist Vorsitzender des Kulturausschusses des deutschen Bundestages hob einen Aspekt hervor: "Das bemerkenswerte an dieser Ausstellung: Sie wurde nicht von oben initiiert." Weitere Abgeordnete des Deutschen Bundestages zeigten sich sehr angetan von dem Projekt der Hochschule Konstanz und wünschen, dass die Ausstellung noch an vielen weiteren Orten gezeigt werde.

    Die nächste Station steht bereits fest: Ab Dienstag, den 6. Mai, ist die Ausstellung "Jüdische Jugend heute in Deutschland" im Jüdischen Museum Franken in Fürth zu sehen.


    More information:

    http://juedischejugend2005.ag.fh-konstanz.de/


    Images

    Große Resonanz in Tel Aviv fand die Ausstellung über das Leben und Denken junger Juden in Deutschland. Sie wurde von Studierenden der Hochschule Konstanz konzipiert und realisiert
    Große Resonanz in Tel Aviv fand die Ausstellung über das Leben und Denken junger Juden in Deutschlan ...
    Source: Bild: HTWG Konstanz


    Criteria of this press release:
    History / archaeology, Media and communication sciences, Philosophy / ethics, Religion, Social studies
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications
    German


     

    Große Resonanz in Tel Aviv fand die Ausstellung über das Leben und Denken junger Juden in Deutschland. Sie wurde von Studierenden der Hochschule Konstanz konzipiert und realisiert


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