idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
05/09/2008 11:50

WR: Einrichtungen der Ressortforschung von großer gesellschaftlicher Bedeutung

Dr. Christiane Kling-Mathey Geschäftsstelle
Wissenschaftsrat

    Mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Braunschweig/Berlin), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Hamburg/Rostock) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln) hat der Wissenschaftsrat drei weitere Ressortforschungseinrichtungen des Bundes evaluiert. Die durchweg positiven Evaluationsergebnisse basieren insbesondere auf den breiten und sehr guten Forschungs- und Entwicklungsgrundlagen in diesen Einrichtungen, deren auch international anerkannte Arbeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung für das Gemeinwohl bzw. den Wirtschaftsstandort Deutschland ist.

    Im Einzelnen kommt der Wissenschaftsrat zu folgenden Bewertungen und Empfehlungen:

    Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin, wird ihrer Rolle als eine der weltweit führenden metrologischen (das heißt auf Messprozesse bezogenen) Einrichtungen in überzeugender Weise gerecht. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Darstellung, Bewahrung und Weitergabe der physikalischen Einheiten zur Sicherung der internationalen Einheitlichkeit der Maße. Sowohl die anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten als auch die wissenschaftsbasierten Dienstleistungen der PTB sind insgesamt von sehr guter, in Teilen von exzellenter Qualität. Insbesondere in den zukunftsrelevanten Feldern Präzisionsmesstechnik, Medizin, Elektrotechnik sowie Optik trägt die Arbeit der Bundesanstalt in erheblichem Maße zur wirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland bei.
    Mit der PTB haben alle drei dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie nachgeordneten Bundeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben (außer der PTB das Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)) in der Evaluation durch den Wissenschaftsrat eine positive Bewertung erhalten.

    Hinweis: Die "Stellungnahme zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin" (Drs. 8477-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

    Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg und Rostock, nimmt wichtige Aufgaben im Bereich des Meeresumweltschutzes, der Klimafolgenforschung und der Sicherheit des Schiffsverkehrs kompetent wahr. Die Führungsposition, die diese Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in einigen internationalen Standardisierungs- und Normungsgremien besetzt, trägt zur weltweiten Spitzenstellung der deutschen sicherheitstechnischen Schiffsindustrie bei. Mit umso größerer Sorge betrachtet der Wissenschaftsrat den deutlichen Abbau der Forschungskapazitäten am BSH. Standen zu Beginn der 1990er Jahre noch 30 Prozent der Haushaltsmittel für Forschungsaufgaben zur Verfügung, sind es jetzt nur noch 2,3 Prozent. "Wird dieser Abwärtstrend nicht aufgehalten und umgekehrt, droht ein erheblicher Kompetenzverlust mit weit reichenden negativen Folgen für die deutsche Schifffahrtsindustrie, aber auch für Umwelt- und Klimaschutz", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider.

    Hinweis: Die "Stellungnahme zum Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg und Rostock" (Drs. 8478-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

    Mit positivem Ergebnis wurden auch Forschung und Dienstleistungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln evaluiert. "Mit ihren wissenschaftlich fundierten Kampagnen (z. B. "Gib AIDS keine Chance" in den achtziger und "Kinder stark machen" in den neunziger Jahren sowie "rauchfrei" im neuen Jahrtausend) trägt die BZgA wesentlich zur gesundheitlichen Prävention in Deutschland bei und hat hier unbestreitbar große Verdienste", erläutert Professor Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates. "Darüber hinaus besitzt die Bundeszentrale das Potenzial, sich zu einem international voll konkurrenzfähigen Kompetenzzentrum für gesundheitliche Prävention zu entwickeln und sollte deshalb diese Rolle engagiert anstreben." Empfohlen wird dem zuständigen Bundesministerium für Gesundheit, gerade mit Blick auf dieses mittelfristige Ziel die Forschungsaktivitäten der BZgA noch schärfer zu fokussieren und zu intensivieren (z. B. durch verstärkte Kooperationen mit Universitäten, gesteigerte Publikationsaktivitäten und Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung).

    Hinweis: Die "Stellungnahme zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln" (Drs. 8480-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.


    More information:

    http://www.wissenschaftsrat.de


    Images

    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).