Puppen und Spielzeugautos in der Bibliothek lassen vermuten: Hier sind Kinder willkommen! Und sie zeigen, dass die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (KFH NW) familienfreundlich ist. Offiziell bestätigt wird ihr dies durch das Zertifikat familiengerechte hochschule, das die gemeinnützige Gesellschaft berufundfamilie mbH ihr jetzt ausgestellt hat.
Als erste nordrhein-westfälische Hochschule hatte die KFH NW vor drei Jahren bereits das audit-Grundzertifikat erworben, das ihr bereits Erfolge in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bescheinigte - so zum Beispiel die Einrichtung eines Studiengangs, der in seiner Struktur speziell auf das Zeitmanagement von Familienfrauen zugeschnitten ist. Die erfolgreiche Umsetzung solcher Angebote und die Planung weiterer Schritte bestätigt nun das Zertifikat familiengerechte hochschule.
"Wir konnten zum Beispiel erreichen, dass die Vorlesungs- und Prüfungszeiten im Sommer vorgezogen wurden. So haben Studierende oder Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern wenigstens drei Wochen gemeinsame Ferienzeit", beschreibt die Gleichstellungsbeauftragte Prof. Dr. Barbara Krause eines der erreichten Ziele. Des Weiteren können Studierende mit Familienarbeit beispielsweise eine Befreiung von Studienbeiträgen beantragen oder während ihrer Praxisphasen durch einen Sozialfond die Betreuung ihrer Kinder sichern. Auch in der Prüfungsordnung werden die besonderen Bedingungen von Studierenden mit Familienarbeit berücksichtigt. "Studierende mit Familie müssen nicht weniger Leistung erbringen, als ihre Kommilitonen. Aber wenn während der Prüfungsphase plötzlich ein Kind krank wird, bieten die Änderungen in der Prüfungsordnung Modalitäten, die diesem Umstand Rechnung tragen", sagt Barbara Krause.
Zwischen 12 und 15 Prozent aller rund 3.500 Studierende der KFH NW gaben bei Befragungen an, Zeit für Familientätigkeit aufwenden zu müssen. Bei den Hochschulebeschäftigten sind rund 80 Prozent des wissenschaftlichen Personals und 60 Prozent des nicht-wissenschaftlichen Personals neben ihrem Beruf noch in Familienpflichten eingebunden.
Das audit familiengerechte hochschule der gemeinnützigen Gesellschaft berufundfamilie gGmbH will die Vereinbarkeit von Studium, Forschung, Lehre, Arbeit und Familie an deutschen Hochschulen verbessern. Das audit soll als strategisches Managementinstrument genutzt werden, um eine Gleichgewicht zwischen den betrieblichen Interessen der Hochschule und den familiären Interessen der Mitarbeiter und Studierenden herzustellen. 1998 von der Hertie-Stiftung gegründet steht die berufundfamilie gGmbH unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin und des Bundeswirtschaftsministers. Seit 2001 erhielten bereits über 600 Unternehmen und Institutionen bundesweit das Zertifikat für Familienfreundlichkeit, darunter 75 Hochschulen.
Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos überreichen der KFH NW die Zertifikatsurkunde am 30. Juni in Berlin.
Weitere Informationen: Prof. Dr. Barbara Krause, b.krause@kfhnw.de, Tel. 0241/60003-24, http://www.beruf-und-familie.de
Redaktion: Julia Harzendorf, j.harzendorf@kfhnw.de, Tel. 0221/7757-508
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Organisational matters
German

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