Land und Industrie teilen sich die Kosten in Höhe von 24 Millionen Euro
Das Materialforschungszentrum ICAMS an der Ruhr-Universität Bochum ist am heutigen Freitag offiziell eröffnet worden. Der dritte der drei Stiftungsprofessoren des "Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation" hat in den vergangenen Tagen seine Arbeit aufgenommen, das Institut ist also voll einsatzfähig. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt die Hälfte der rund 24 Millionen Euro Anschubfinanzierung für ICAMS. Ein Industriekonsortium unter Führung von ThyssenKrupp steuert die andere Hälfte bei.
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: "Um Innovationsland Nummer 1 zu werden, brauchen wir herausragende Forschung auf Zukunftsfeldern. ICAMS ist ein Musterbeispiel dafür. Ich bin stolz darauf, dass dieses europaweit einzigartige Institut heute an der Ruhr-Universität seine Arbeit aufnimmt und dass so viele namhafte Unternehmen ICAMS unterstützen."
Das Institut wird sich vornehmlich auf die Simulation und Entwicklung neuer, auf die Anforderungen moderner Produktionsprozesse zugeschnittener High-Tech-Materialien konzentrieren. Deren Einsatzfelder sind vielfältig: von der Entwicklung neuartiger Stähle für die Automobilindustrie über die Entwicklung selbstheilender Oberflächen zur Vermeidung von Lackschäden bis hin zur Entwicklung alternativer Materialien für Katalysatoren.
Für die Stiftungsprofessuren konnten drei Materialwissenschaftler mit internationalem Renommee gewonnen werden. Gründungsdirektor von ICAMS ist Prof. Dr. Ralf Drautz, Experte für die Simulation von Materialeigenschaften. Bis zu seiner Berufung nach Bochum forschte er am Materialwissenschaftlichen Institut der Universität Oxford. Im Mai hat Prof. Dr. Alexander Hartmaier (bislang Universität Erlangen-Nürnberg) die Arbeit für ICAMS aufgenommen, er ist Experte für mikromechanische Simulation. Mit Prof. Dr. Ingo Steinbach (bislang RWTH Aachen), der auf den Gebieten der Mikrostruktursimulation forscht, sind die drei Stiftungsprofessuren nun seit wenigen Tagen alle besetzt.
Getragen wird ICAMS von den acht Unterzeichnern des im letzten Jahr geschlossenen Kooperationsvertrages:
ThyssenKrupp AG, Düsseldorf
Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter
Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe
Bayer MaterialScience AG und Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen
Ruhr-Universität Bochum
Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH, Düsseldorf
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Land Nordrhein-Westfalen
Criteria of this press release:
interdisciplinary
regional
Science policy
German

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