Die Rolle von Religion, Nation und Ethnizität bei der Entwicklung kollektiver Identitäten in mittel- und osteuropäischen Ländern steht im Mittelpunkt eines internationalen Forschungsprojektes unter der Leitung der Göttinger Soziologen Prof. Dr. Wolfgang Knöbl und Prof. Dr. Matthias Koenig. Das Forscherteam mit Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen, Rumänien, Griechenland und der Türkei geht dabei von der These aus, dass unterschiedliche religiöse oder konfessionelle Traditionen noch heute die Konstruktionen kollektiver Identität prägen. Die VolkswagenStiftung (Hannover) fördert das Vorhaben an der Georg-August-Universität über einen Zeitraum von drei Jahren mit 424.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm "Einheit in der Vielfalt? Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas".
Pressemitteilung
Göttingen, 10. Juni 2008 / Nr. 127/2008
Zur Rolle von Religion, Nation und Ethnizität in einem erweiterten Europa
VolkswagenStiftung fördert Forschungsprojekt der Universität Göttingen mit 424.000 Euro
(pug) Die Rolle von Religion, Nation und Ethnizität bei der Entwicklung kollektiver Identitäten in mittel- und osteuropäischen Ländern steht im Mittelpunkt eines internationalen Forschungsprojektes unter der Leitung der Göttinger Soziologen Prof. Dr. Wolfgang Knöbl und Prof. Dr. Matthias Koenig. Das Forscherteam mit Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen, Rumänien, Griechenland und der Türkei geht dabei von der These aus, dass unterschiedliche religiöse oder konfessionelle Traditionen noch heute die Konstruktionen kollektiver Identität prägen. Die VolkswagenStiftung (Hannover) fördert das Vorhaben an der Georg-August-Universität über einen Zeitraum von drei Jahren mit 424.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm "Einheit in der Vielfalt? Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas".
"Unser Forschungsvorhaben geht der Frage nach, in welchem Beziehungszusammenhang religiös bedingte Identitäten zur europäischen Integration und insbesondere zur Erweiterung der Europäischen Union nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus stehen", erläutert der Religionssoziologe Prof. Koenig. Die internationale Projektgruppe wird die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in fünf mittel- und osteuropäischen Ländern mit den Entwicklungen in Großbritannien, Frankreich und Österreich kontrastieren. "Das Vorhaben steht in der Tradition der international vergleichenden Forschung der Göttinger Soziologie. Sie wird nun um eine religions- und kultursoziologische Analyse kollektiver Identitäten ergänzt", so Prof. Koenig. Koordiniert werden die Arbeiten in dem Projekt mit dem Titel "Europäisierung, multiple Modernitäten und kollektive Identitäten - Religion, Nation und Ethnizität in einem erweiterten Europa" von Privatdozent Dr. Willfried Spohn.
Kontaktadresse:
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl und Prof. Dr. Matthias Koenig
Georg-August-Universität Göttingen
Sozialwissenschaftliche Fakultät - Institut für Soziologie
Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-7202, -7232, Fax (0551) 39-7692
e-mail: wknoebl@gwdg.de, matthias.koenig@sowi.uni-goettingen.de
Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/28106.html
Criteria of this press release:
History / archaeology, Philosophy / ethics, Religion, Social studies
transregional, national
Research projects
German

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