Jungforscherteams an Bord des Hamburger Medien und Forschungsschiffes ALDEBARAN auf Entdeckungsreise.
Hamburg, 24. Juni 2008 - "Exotische Eindringlinge" und die Übersäuerung der Meere durch das Klimagas CO2 sind die zentralen Themen des diesjährigen Meereswettbewerbs "Forschen auf See". Der außergewöhnliche Wettbewerb für junge Nachwuchswissenschaftler wird bereits zum vierten Mal vom Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) ausgerichtet, in dem mehrere Institute der Universität Hamburg mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie und dem GKSS-Forschungszentrum zusammenarbeiten.
Die sechs Schülerteams aus Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern führen in den Sommerferien jeweils für eine Woche ein selbst entwickeltes Forschungsprojekt durch und werden dabei von einem erfahrenen Wissenschaftspaten begleitet. Dank der besonderen technischen Ausstattung der ALDEBARAN ist es möglich, den Wettbewerb über Fernsehen, Internet und Hörfunk mit zu erleben.
Der Meereswettbewerb "Forschen auf See" wird jährlich für Schüler ab der neunten Klasse aller Schulen in ganz Norddeutschland ausgeschrieben. Aus zahlreichen Einsendungen hat eine Jury die sechs besten Projektideen ausgewählt. "Die Projekteinreichungen der Gewinnerteams überzeugten mit tollen Ideen und anspruchsvollen Konzepten in den Disziplinen Meereschemie, Meeresbiologie und Meeresphysik", erklärt Prof. Dr. Schatzmann, Sprecher des ZMAW. Besonders beliebtes Untersuchungsobjekt ist dieses Jahr die eingewanderte Rippenqualle "Mnemiopsis leidyi", die in Folge des Klimawandels im Jahr 2006 erstmals in der Ostsee, 2007 auch in der Nordsee gesichtet wurde. Die eingewanderte Rippenqualle ernährt sich von Plankton und frisst bei einer eventuellen Massenvermehrung heimischen Fischarten die Nahrung weg. In den 80er Jahren hat am schwarzen Meer eine Massenvermehrung dieser Rippenqualle die Fischerei komplett zum Erliegen gebracht.
Schüler des Mariengymnasiums Jever machen an Bord der "ALDEBARAN" Jagd auf die exotischen Tiere und wollen untersuchen, wie weit sich die Rippenqualle bereits in der Nordsee ausgebreitet hat. Die Projektgruppe der Ludwig-Meyn-Schule Uetersen möchte auf ihrer Forschungsexpedition herausfinden, ob die Rippenqualle möglicherweise auch positive Auswirkungen auf das Ökosystem der Nordsee hat, indem sie als natürlicher Schadstofffilter das Wasser reinigt. Im Bordlabor der ALDEBARAN können die Schüler ihre Proben direkt vor Ort untersuchen und auswerten.
Der Schülerwettbewerb "Forschen auf See" dient der Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und soll die Schüler für das Meer, das größte und wichtigste Ökosystem auf dem Planeten Erde, begeistern. Außerdem macht das ungewohnte Arbeiten auf einem Forschungsschiff unter oft nicht kalkulierbaren Bedingungen wie Wetter und Seegang die Forschungsexpeditionen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im Herbst werden die Schülerteams ihre Forschungsergebnisse der Jury vorstellen, die unter den sechs Teams den Jahressieger kürt.
FOTOTERMIN: Donnerstag, den 26.06.2006, 14:30 Uhr im Körberforum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg
Für Journalisten halten wir auf Anfrage ein gesondertes Journalistenprogramm und aktuelles TV Footage sowie Fotos bereit.
Folgende Schülerteams haben bei "Forschen auf See" 2008 eine Forschungsreise auf der ALDEBARAN gewonnen:
Gesamtschule Hassee Kiel, 3.8. - 8.8.2008, Ziel: Ostsee:
"Exoten in der Nord- und Ostsee - Auswirkungen fremder Arten auf einheimische Lebensgemeinschaften"
Mariengymnasium Jever, 20.7. - 25.7.2008, Ziel: Nordsee:
"Die Rippenqualle Mnemiopsis leidyi - Ein Neozoon in der Nordsee"
Gymnasium Heidberg Hamburg, 17.8. - 22.8.2008, Ziel: Nordsee, Deutsche Bucht:
"Treibhaus über der Nordsee" - Der Kohlenstoffkreislauf
Berufliche Schule der Hansestadt Rostock, 27.7. - 1.8.2008, Ziel: westliche Ostsee:
"Pinger - eine effiziente Methode zur Vermeidung des Beifanges von Schweinswalen?"
Ludwig-Meyn-Schule Uetersen, 24.8. - 29.8.2008, Ziel: Nordsee:
"Inwiefern funktioniert die durch Ballastwasser eingeschleppte amerikanische Rippenqualle als Meeresfilter für Schadstoffe?"
Albert-Einstein-Gymnasium Buchholz, 10.8. - 15.8.2008, Ziel: Nordsee, Deutsche Bucht:
"Welche Auswirkungen haben Änderungen der Meerwasserparameter auf das Plankton im Hinblick auf den Klimawandel?"
Kontakt:
Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW)
Dr. Annette Kirk, Max-Planck-Institut für Meteorologie
Bundesstraße 53, D-20146 Hamburg
Fon: +49 (0) 40 41173 374
E-Mail: annette.kirk@zmaw.de
ALDEBARAN Marine Research & Broadcast
Deichstrasse 48-50, D-20459 Hamburg
Fon: +49 (0) 40 32 57 21 - 0
Fax: +49 (0) 40 32 57 21 - 21
meereswettbewerb@aldebaran.org
www.aldebaran.org
http://www.meereswettbewerb.de
http://www.zmaw.de
http://www.aldebaran.org
Criteria of this press release:
Biology, Environment / ecology, Geosciences, Information technology, Oceanology / climate
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Research projects
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).