Studium, Beruf und Familie unter einen Hut bringen? An der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (KFH NW) klappt das immer besser. Gewürdigt wurde dieses Engagement gestern (Montag, 30. Juni) in Berlin: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos überreichten der KFH NW das Zertifikat "familienfreundliche hochschule".
"Die zertifizierten Unternehmen und Institutionen zeigen jeden Tag aufs Neue, wie ein Betrieb familienbewusst und zugleich erfolgreich geführt werden kann", sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Damit seien sie Trendsetter in einer innovativen Wirtschaft. 231 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen haben im letzten Jahr das so genannte audit berufundfamile durchlaufen. Bundesweit nutzen inzwischen mehr als 600 Unternehmen und Einrichtungen das audit als strategisches Managementinstrument und zeigen damit, dass sich Berufstätigkeit und Familie erfolgreich miteinander verbinden lassen, so die berufundfamilie gGmbH.
Als erste nordrhein-westfälische Hochschule hatte die KFH NW vor drei Jahren bereits das audit-Grundzertifikat erworben. Heute kann die Hochschule noch viele weitere Pluspunkte in Sachen Familienfreundlichkeit aufweisen:
"Wir haben erreicht, dass Studierende in vielen Veranstaltungen ihre Säuglinge auch mal mitbringen können und das Umfeld kinderfreundlicher gestaltet", beschreibt die Gleichstellungsbeauftragte Professorin Dr. Barbara Krause. "Neben speziellen Betreuungsangeboten für Kinder unter drei Jahren, die von den Studierenden selbst getragen werden, konnten wir zum Beispiel Räume mit Spielmöglichkeiten einrichten und die Cafeterien mit Kinderstühlen bestücken." Auch auf formaler Ebene hat die Kommission für Gleichstellung viel erreicht: In den Prüfungsordnungen sind Rücksichten auf familiäre Bedingungen formuliert und durch das Erlassen von Studienbeiträgen wird der doppelten Belastung von Familienarbeit und Studium Rechnung getragen.
Ausruhen wollen sich die Kommissionsmitglieder auf ihren Erfolgen nicht: Für die nächsten drei Jahre haben sie sich unter anderem vorgenommen, die Beratungsangebote noch weiter auszubauen, Auslandssemester auch mit Kindern zu fördern und nicht zuletzt die Vereinbarkeit von Angehörigenpflege und Studium und Beruf genauer in den Blick zu nehmen.
Zwischen 12 und 15 Prozent aller rund 3.500 Studierenden der KFH NW gaben bei Befragungen an, Studium und Familientätigkeit vereinbaren zu müssen. Bei den Hochschulbeschäftigten sind rund 80 Prozent des wissenschaftlichen und 60 Prozent des nicht-wissenschaftlichen Personals neben ihrem Beruf noch in Familienpflichten eingebunden.
Das audit familiengerechte hochschule der gemeinnützigen Gesellschaft berufundfamilie gGmbH ist Teil des audits berufundfamilie. Es will die Vereinbarkeit von Studium, Forschung, Lehre, Arbeit und Familie an deutschen Hochschulen verbessern. Es soll als strategisches Managementinstrument genutzt werden, um ein Gleichgewicht zwischen den betrieblichen Interessen der Hochschule und den familiären Interessen der Mitarbeiter und Studierenden herzustellen. 1998 von der Hertie-Stiftung gegründet steht die berufundfamilie gGmbH unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin und des Bundeswirtschaftsministers. Seit 2001 erhielten 74 Hochschulen das Zertifikat.
Weitere Informationen: Prof. Dr. Barbara Krause, b.krause@kfhnw.de, Tel. 0241/60003-24, http://www.beruf-und-familie.de
Redaktion: Julia Harzendorf, j.harzendorf@kfhnw.de, Tel. 0221/7757-508
Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (li.), Prof. Karl ...
Source: berufundfamilie gGmbH
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Organisational matters, Personnel announcements
German

Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (li.), Prof. Karl ...
Source: berufundfamilie gGmbH
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