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07/24/2008 09:40

Moderne Werkstoffe nach altem Muster

Michael Frewin Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

    Stuttgarter Physiker erzeugen auf einem quasikristallinen Lichtgitter eine Struktur, die gleichzeitig kristalline und quasikristalline Merkmale trägt

    Ordnung schmeichelt dem Auge, zu viel Ordnung wirkt dagegen schnell langweilig. Daher finden sich in der islamischen Architektur häufig Ornamente, die zwar streng geordnet aber nicht periodisch sind. Solche Strukturen treten auch in bestimmten Materialien, sogenannten Quasikristallen auf. In einem Lasergitter mit quasikristalliner Struktur haben Physiker der Universität Stuttgart und des Max-Planck-Instituts für Metallforschung nun eine Monolage von Kolloidteilchen, winzige Plastikkügelchen, gefangen. Welches Muster die Teilchen dabei formten, hing von der Stärke des Lichtgitters ab. Bei hoher Intensität bildete sich ein quasikristallines Muster, bei niedrigen ordneten sich die Teilchen streng periodisch wie in einem Kristall an. Besonders überrascht hat die Forscher, was sie bei mittlerer Laserintensität beobachteten: ein Muster, das einer sogenannten Archimedischen Kachelung ähnelt, und sowohl kristalline als auch quasikristalline Elemente vereint. Da sich Quasikristalle und Kristalle in ihrem physikalischen und chemischen Verhalten deutlich unterscheiden, ist zu vermuten, dass die beobachtete neue Phase über interessante und bislang nicht beobachtete Eigenschaften verfügt. (Nature, 24. Juli 2008, doi: 10.1038/nature07074)


    More information:

    http://goto.mpg.de/mpg/pri/20080721/


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    Licht in einem mustergültigen Gitter: Die Stuttgarter Physiker überlagern fünf Laserstrahlen zu einer quasikristallinen Struktur. Durch die Lichtintensität lässt sich steuern, wie sich die negativ geladenen Kunststoffkügelchen anordnen. Bei bestimmten Intensitäten bilden sie ein Muster (rote Linien), welches einem antiken Vorbild, der Archimedischen Kachelung, ähnelt.
    Licht in einem mustergültigen Gitter: Die Stuttgarter Physiker überlagern fünf Laserstrahlen zu eine ...
    Source: Bild: Ingrid Schofron (MPI für Metallforschung) & Jules Mikhael (Universität Stuttgart)


    Criteria of this press release:
    Biology, Chemistry, Information technology, Materials sciences, Mathematics, Physics / astronomy
    transregional, national
    Research results, Scientific Publications
    German


     

    Licht in einem mustergültigen Gitter: Die Stuttgarter Physiker überlagern fünf Laserstrahlen zu einer quasikristallinen Struktur. Durch die Lichtintensität lässt sich steuern, wie sich die negativ geladenen Kunststoffkügelchen anordnen. Bei bestimmten Intensitäten bilden sie ein Muster (rote Linien), welches einem antiken Vorbild, der Archimedischen Kachelung, ähnelt.


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