Niedersächsische Technische Hochschule
HANNOVER. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, hat die Errichtung der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) als "wichtige hochschulpolitische Weichenstellung" bezeichnet, in deren Vorbereitung die Präsidenten der beteiligten Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover stets eng einbezogen waren.
"Die Hochschulpräsidenten haben die notwendigen Kompromisse gemeinsam mit dem Ministerium erarbeitet, das gilt auch für die Frage, wo die NTH künftig ihren Sitz haben wird", so Stratmann.
"Das Projekt NTH ist auf Initiative der beteiligten Hochschulen entwickelt und nicht von oben verordnet worden. Es bleibt dabei, dass die Politik die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schaffen kann, aber die Hochschulen werden die NTH selbst mit Leben füllen müssen."
Nach intensiver Abstimmung mit den drei Universitäten ist im NTH-Lenkungskreis ein gemeinsames Eckpunktepapier entwickelt und beschlossen worden, das dem Gesetzentwurf zugrunde liegt. Auch die Regelungen des Gesetzes selbst sind im Lenkungskreis intensiv erörtert und im Detail ausgehandelt worden. "Es war mir gerade in diesem Projekt besonders wichtig, die beteiligten Universitäten frühzeitig und kontinuierlich einzubinden. Denn eine konstruktive Zusammenarbeit von Universitäten, die auch eine wissenschaftliche Schwerpunktbildung bewirken soll, ist nur möglich, wenn die Professorinnen und Professoren die angestrebten Vorteile wollen und erkennen", betonte Wissenschaftsminister Stratmann.
Bereits in der gemeinsamen Erklärung von April 2007 hatten sich Wissenschaftsminister Lutz Stratmann und die Präsidenten der technisch orientierten Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover darauf geeinigt, eine trilokal arbeitsteilig angelegte Hochschule zu errichten.
Zu diesem Zweck errichtet das Land die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) als eine Universität mit drei Standorten, in der die weiterhin selbstständigen Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover in den Ingenieurwissenschaften einschließlich der Architektur, der Informatik sowie den Naturwissenschaften und der Mathematik intensiv zusammenarbeiten. Dabei werden die Studierenden von einem erweiterten und attraktiveren Studienangebot profitieren können. Vorhandene Forschungsschwerpunkte sollen vertieft und erweitert, neue eingerichtet werden. Mit der NTH wird Niedersachsen auch im Wettbewerb um überregionale und europäische Forschungsfördermittel leistungsfähiger werden, etwa durch gemeinsame Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereiche und Forschungszentren.
Die Errichtung der NTH schließt Forschungsverbünde der drei Universitäten mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen nicht aus. "Vielmehr erwarte ich, dass bereits bestehende Kooperationen noch weiter ausgebaut werden und neue hinzukommen", sagte Stratmann.
Eine erfolgreiche Kooperation wird bereits im Exzellenzcluster REBIRTH unter Federführung der Medizinischen Hochschule Hannover mit Beteiligung der Leibniz Universität und der Tierärztlichen Hochschule praktiziert. Gleiches gilt für die Translationsallianz in der Infektionsforschung, an der die Universitäten in Braunschweig und Hannover, die Medizinische Hochschule und die Tierärztliche Hochschule in Hannover, das Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig und das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover beteiligt sind.
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Science policy
German

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