idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
09/09/2008 11:34

Forscher von sechs NRW-Universitäten haben Komponenten für den weltgrößten Teilchenbeschleuniger entwickelt

André Zimmermann Pressereferat
Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW

    Der Large Hadron Collider (LHC) des CERN in Genf geht morgen in Betrieb

    Unter maßgeblicher Beteiligung nordrhein-westfälischer Wissenschaftler wird am morgigen Mittwoch am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in Genf, der weltgrößte Teilchenbeschleuniger offiziell in Betrieb genommen: Forscher der sechs Universitäten Aachen, Bonn, Dortmund, Münster, Siegen und Wuppertal sind wesentlich am Aufbau der Komponenten und Detektoren des LHC, die die Teilchenkollisionen messen, beteiligt. Der "Large Hadron Collider" (LHC) ist ein 27 km langer, unterirdischer Ringtunnel, in dem Protonen (Wasserstoffkerne) auf nahezu Lichtgeschwindigkeit gebracht werden, um dann mit anderen Teilchen zusammen zu stoßen.

    "Der Beitrag unserer Forscherteams am CERN zu den LHC-Experimenten ist ein Beweis für die exzellente Grundlagenforschung an nordrhein-westfälischen Universitäten. Diese wissenschaftlichen Spitzenleistungen erfolgreich in internationale Kooperationen einzubringen, ist ein wesentlicher Grundstein für die jetzt in Genf anlaufende Suche nach dem Ursprung der Materie", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

    Der etwa drei Milliarden Euro teure LHC soll im kleinen Maßstab Bedingungen wie beim Urknall schaffen, um Ursprung und Wesen des Universums zu erforschen. Schnelle Computer mit Verbindungen zu Rechnern und Datenspeichern in aller Welt stehen im Rahmen des "grid computing" für eine Auswertung der Daten zur Verfügung. Nach der Entdeckung der "quarks" geht es nun unter anderem um die Suche nach so genannten "Higgs-Teilchen", einem zentralen Beleg für die Gültigkeit einer Universaltheorie zur Entstehung der Materie. Die Wissenschaftler betreten dabei Neuland in der Teilchenphysik. Sie entwickelten außerdem zusammen mit Unternehmen neue Anwendungen in den Bereichen Tiefsttemperatur-/Vakuumtechnik, Supraleitung, Magnettechnik, Mikroelektronik und Datenverarbeitung. Deutschland ist eines der 20 Länder, die das CERN finanzieren. NRW stellt mit seiner Beteiligung an den CERN-Experimenten gut ein Viertel der 26 Hochschulgruppen aus Deutschland. Am 26.-28. November findet in Aachen ein erstes Treffen der deutschen LHC-Physiker nach dem Anlaufen des LHC statt.


    More information:

    http://www.cern.ch
    http://www.teilchenphysik.de


    Images

    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    regional
    Science policy
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).