Aktuelle Ergebnisse der Sicherheitsforschung werden auf dem Fraunhofer-Symposium Future Security diskutiert und ausgestellt. Die internationale Konferenz findet vom 10.-11. September 2008 in Karlsruhe statt. Zu den Forschungsbeispielen gehören energieautarke Sensoren, sichere Gebäude und Systeme zum Aufspüren von Gefahrstoffen.
Energieautarke Sensoren
Sensoren der Zukunft sind robust, preiswert und überall einsetzbar. Fraunhofer-Forscher entwickeln Sensornetzwerke, die als Wächter in der Wand eines Tunnels Erschütterungen, Druckwellen, austretende Gase sowie Temperaturen messen und diese Informationen an Rettungskräfte weitergeben. Die aufmerksamen Fühler sind kabellos und versorgen sich selbst mit Energie. Ihre Batterien speisen sich aus drei verschiedenen Quellen: Die Sensoren nutzen Vibrationen, Temperaturunterschiede und elektromagnetische Strahlung, um Energie zu gewinnen. Sie registrieren kontinuierlich alle Veränderungen im Bauwerk. Einsatzkräfte erhalten so in Echtzeit ein genaues Bild der Lage, wissen in welchem Teil des Gebäudes Einsturzgefahr droht, welche Gefahrstoffe austreten.
Robuste Gebäude
Damit Tunnel, Kraftwerke oder Industrieanlagen eine Detonation besser verkraften, entwickeln Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut EMI und Unternehmer gemeinsam Lösungen, die die direkten Auswirkungen von Druckwellen und Splitterflug mindern oder verhindern. Beispielsweise halten neuartige Verbundstützen - mit Beton ausgegossene Stahlrohre - weit mehr aus als Stahlbeton. Für den baulichen Schutz sorgt auch ein faserverstärkter Polymerbeton. Er schluckt die Explosionsenergie stärker als herkömmliche Materialien. Im EU-Projekt Blastwall entwickeln Sicherheitsexperten ein integriertes Verstärkungssystem für Gebäude: Mit fertigen stabilen und elastischen Leichtbauwänden, in die auch Fenster integriert sind, können exponierte Gebäude in der Stadt nachgerüstet werden. Die Elemente können an den Innen- und Außenwänden befestigt werden.
Gefahrstoffe entdecken
Radioaktive, chemische, biologische, explosive Stoffe - Gefahren gehen von vielen Substanzen aus. Forscher arbeiten an hochempfindlichen Detektoren, die diese Stoffe entdecken. Sie können zum Beispiel künftig die bekannten Schleusen an Flughäfen ersetzen: Ohne es zu merken, laufen die Passagiere dann an elektronischen Spürnasen vorbei. Winzige Infrarotlaser können auch aus der Ferne Personen und Gegenstände untersuchen. Durch die reflektierte Strahlung lassen sich Sprengstoffwolken erkennen, die potenzielle Attentäter umgeben und chemische Spuren auf Taschen und Kleidern identifizieren. Solche und weitere Systeme entwickeln Wissenschaftler der Fraunhofer-Institute für Angewandte Festkörperphysik IAF und für Chemische Technologie ICT.
Um Verborgenes aus der Distanz sichtbar zu machen, arbeiten Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM und ihre Kollegen an der Universität Kaiserslautern intensiv an Systemen, die Terahertzwellen nutzen. Diese Wellen, die im elektromagnetischen Spektrum zwischen Infrarot und Mikrowellen rangieren, sind für Menschen ungefährlich und dringen ohne Probleme durch Plastik, Papier, Keramik, Stoff und Holz. Leitende Materialien wie Metalle und polare Flüssigkeiten wie Wasser halten sie ab. Jede Substanz hinterlässt im abgestrahlten Wellenmuster eine Art Fingerabdruck, den man mit Hilfe der Spektralanalyse lesen kann. Dadurch ist es möglich, sehr viele Stoffe zu identifizieren. So kann man erkennen, ob eine Flasche harmlosen Saft oder tödliches Gift enthält. Sogar die Art des Sprengstoffs, die ein Terrorist unter seiner Kleidung versteckt, lässt sich bestimmen. Allerdings ist es bisher in der Praxis noch schwierig, die Daten richtig zu deuten. Die notwendigen Geräte sind auch noch zu langsam und zu teuer. Hier sind weitere Investitionen in die Forschung nötig.
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2008/09/Presseinformation100... Ansprechpartner
Criteria of this press release:
Construction / architecture, Information technology, Materials sciences, Traffic / transport
transregional, national
Research results, Transfer of Science or Research
German

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