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09/23/2008 12:42

Weltherztag: Herz-Kreislauf-Risiko erkennen - und länger leben

Pierre König Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

    Test der Deutschen Herzstiftung hilft bei der Risiko-Einschätzung

    (Frankfurt am Main, 23. September 2008) Viele Menschen leben gefährlich und ahnen es nicht einmal. Nämlich dann, wenn sie kaum etwas über ihr persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wissen, gleichzeitig aber langsam eine solche Krankheit entwickeln. Dabei sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall Todesursache Nummer Eins: Jährlich sterben weltweit 17,5 Millionen Menschen daran, das entspricht mehr als einem Todesfall alle zwei Sekunden. "Viele Betroffene könnten noch leben, wenn sie rechtzeitig und regelmäßig auf eine Überprüfung ihres Herz-Kreislauf-Risikos geachtet hätten", betont Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, anlässlich des diesjährigen Weltherztags am 28. September, der unter dem Motto "Know your risk - Kenne dein Risiko!" steht.

    Zu den bedeutendsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen Rauchen, Bluthochdruck (Hypertonie), erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte, Übergewicht und Bewegungsmangel. So leiden weltweit nahezu eine Milliarde, davon in Deutschland rund 20 Millionen Menschen an einer Hypertonie, mit Blutdruckwerten ab 140/90 mm Hg. Erhöhter Blutdruck stellt den Haupt-Risikofaktor für Schlaganfälle dar, ist ein sehr wichtiger Mitverursacher bei jedem zweiten Herzinfarkt und auch für Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und Herzrhythmusstörungen von großer Bedeutung. "Das Tückische ist", so Prof. Gohlke, "dass sowohl Bluthochdruck als auch ein zu hoher Cholesterin- oder Glukosespiegel jahrelang die Blutgefäße schädigen, ohne dass die Betroffenen etwas davon merken. Weil man diese Risikofaktoren nicht spüren kann, muss man sie messen." Deren Kontrolle sollten gerade auch Menschen, die sich gesund fühlen, regelmäßig - zum Beispiel im Rahmen des ab dem 35. Lebensjahr von den Krankenkassen alle zwei Jahre bezahlten Gesundheits-Checks - beim Arzt durchführen lassen.

    Um das Bewusstsein für das eigene Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten zu schärfen, hat die Deutsche Herzstiftung den Fragebogen-Selbsttest "Herzinfarkt: Wie gefährdet sind Sie?" entwickelt. Anhand der mit dem Test errechneten Punktzahl lässt sich das persönliche Risikoprofil abschätzen und entscheiden, ob schon bald ein Arztbesuch erfolgen sollte.

    In jedem Lebensalter lässt sich eine Menge dafür tun, sein persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig zu beeinflussen. "An erster Stelle steht dabei, nicht zu rauchen", sagt Prof. Gohlke. Sehr wichtig ist es aber ebenso, Übergewicht (vor allem Bauchfett) abzubauen, auf regelmäßige sportliche Bewegung zu achten (am besten vier- bis fünfmal pro Woche mindestens eine halbe Stunde) und sich ausgewogen, mit viel Obst und Gemüse sowie wenig tierischen Fetten und Salz zu ernähren. So kann nur drei Gramm weniger Salzkonsum pro Tag - das entspricht etwa einem halben Teelöffel Salz - die Zahl der durch Bluthochdruck verursachten Todesfälle um 16 bis 22 Prozent (bezogen auf tödliche Herzkranzgefäß-Erkrankungen bzw. Schlaganfälle) vermindern.

    Der Risikotest der Deutschen Herzstiftung kann kostenlos angefordert werden bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main, per E-Mail info@herzstiftung.de oder online über www.herzstiftung.de

    Über den Weltherztag
    Der Weltherztag ist eine Initiative der World Heart Federation (WHF), in der sich die Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften aller Nationen zusammengeschlossen haben. Die Interessen von Deutschland werden von der Deutschen Herzstiftung e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V. vertreten.

    15/2008
    Informationen:

    Deutsche Herzstiftung e.V.
    Pressestelle
    Dr. Klaus Fleck / Pierre König
    Tel. 069/95 51 28-140
    Fax: 069/95 51 28-345
    E-Mail: koenig@herzstiftung.de


    More information:

    http://www.herzstiftung.de


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Research results
    German


     

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