DIPF und GFPF verleihen Preis für empirische Bildungsforschung an "Mr. PISA"
In einem feierlichen Festakt hat das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) am Montag Abend den Erich-Hylla-Preis an Manfred Prenzel verliehen. Das Institut ehrt damit den Direktor des Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel - gemäß des Preisstatuts - für seine herausragenden Verdienste um die deutsche und internationale Bildungsforschung.
Manfred Prenzel hat mit seinen methodischen, theoretischen und empirischen Arbeiten auf dem Gebiet der Pädagogik und der Pädagogischen Psychologie einen wesentlichen Beitrag zu den Grundlagen internationaler Bildungsforschung geleistet. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er sich vor allem mit der Interessen- und Lehrerforschung befasst. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Unterrichtsqualität und Lehr-Lern-Prozessen. Insbesondere im Rahmen der PISA-Studien hat er verantwortlich daran mitgewirkt, die Bildungsforschung in Deutschland - gerade im Bereich des Large-Scale-Assessments - international anschlussfähig zu machen. Darüber hinaus bemüht er sich stets, den Dialog zwischen Forschung und Politik herzustellen und so dazu beizutragen, dass die Ergebnisse aus Bildungsforschung und Bildungsmonitoring praktische Bedeutung entfalten können.
Der Erich-Hylla-Preis wurde 1977 zur Ehre Erich Hyllas, des ersten Direktors des DIPF, gestiftet und seitdem in Zusammenwirken mit der Gesellschaft zur Förderung Pädagogischer Forschung (GFPF) an Personen verliehen, die sich in herausragender Weise um Bildung, Wissenschaft und Erziehung in Forschung oder Praxis verdient gemacht haben. Empirische Arbeiten und Ansätze werden in besonderer Weise gewürdigt. Er wird alle drei Jahre verliehen.
Zur Veranstaltung im Casino des Campus Westend der Goethe-Universität kamen etwa 60 Gäste - Freunde, Kollegen und Wegbegleiter Manfred Prenzels. Eckhard Klieme, Leiter der Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation des DIPF, zeichnete in seiner Laudatio ein vielschichtiges und zutiefst menschliches Bild des Preisträgers. Er hob seine besondere Rolle bei den PISA-Studien hervor, betonte die zentrale Rolle Prenzels für die Interessenforschung und dankte ihm für seinen reflektierten Einsatz im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Kurt Reusser, Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Zürich, zeigte in seiner Festrede die besondere Verbindung zwischen der Bildungsforschung und der Lehrerbildung auf. Die Percussion Group "Splash", ein Schülerensemble, umrahmte die Veranstaltung musikalisch mit beeindruckenden Klanginstallationen. "In Manfred Prenzel haben wir einen Preisträger gefunden, der mit seinem Wirken und Werk in beeindruckender Weise den Leitgedanken des Erich-Hylla-Preises - die Förderung der empirischen Bildungsforschung - vorangebracht hat", so Marc Rittberger, Direktor des DIPF, in seiner Begrüßungsrede.
Criteria of this press release:
Psychology, Social studies, Teaching / education
transregional, national
Personnel announcements, Schools and science
German

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