Das WZB gestaltet das nationale Bildungspanel mit
(Berlin) Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) beteiligt sich am ersten deutschlandweiten Bildungspanel. Bildungsverläufe vom Kindergarten bis zur Rente abzubilden - das ist das Ziel dieser repräsentativen, jährlich wiederholten Befragung. Das Bildungspanel unterscheidet fünf inhaltliche Säulen und acht Bildungsetappen; das WZB engagiert sich bei den Etappen 6 und 8: der Berufsausbildung und dem Übergang in den Arbeitsmarkt sowie der Erwachsenenbildung und dem lebenslangen Lernen.
Gegenwärtig liegen für Deutschland nur Momentaufnahmen über Kompetenzen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor. Kompetenzentwicklung und Bildungsbeteiligung über den Lebensverlauf konnten bisher nicht untersucht werden. Diese Datenlücke soll das Bildungspanel jetzt schließen. Eine wichtige Rolle werden dabei Bildungsübergänge und -karrieren, unterschiedliche Lernumwelten und die soziale Herkunft spielen.
Das Bildungspanel wird damit neben dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) die zweite nationale Panelstudie sein. Seit 1984 befragt das SOEP jährlich rund 12.000 Privathaushalte und kann so den Wandel der Lebensverhältnisse in Deutschland dokumentieren und analysieren. Im Bildungspanel werden etwa 60.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene befragt - zunächst im Zeitraum 2009 bis 2013.
"Endlich werden wir die Bildungspolitik nicht auf der Grundlage zufälliger Impressionen beraten müssen, sondern ganze Lebensverläufe verstehen", sagt Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB und im Bildungspanel koordinierend für die Erwachsenenbildung und das lebenslange Lernen verantwortlich.
Die Befragungen sollen im Herbst 2009 starten. Für die Etappe 6 "Berufsausbildung und Übergang in den Arbeitsmarkt" (für das WZB verantwortlich: Prof. Dr. Heike Solga) werden jährlich 10.500 Neuntklässler über einen Zeitraum von fünf Jahren befragt; für die Etappe 8 "Erwachsenbildung und lebenslanges Lernen" (für das WZB verantwortlich: Prof. Jutta Allmendinger, Ph.D.) 13.000 Personen im Alter von 23 bis 64 Jah¬ren. Erste Ergebnisse werden nicht vor 2011 erwartet.
Das WZB kooperiert in Etappe 6 mit der Universität Siegen (Koordinator: Prof. Dr. Wolfgang Ludwig-Mayerhofer) und in Etappe 8 mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg (Dr. Corinna Kleinert).
Das Bildungspanel wird federführend koordiniert vom Institut für Bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung (INBIL) an der Universität Bamberg (Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld). Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Im nächsten "WZBrief Bildung", der noch im Oktober erscheint, wird ausführlicher über das Bildungspanel berichtet.
Pressekontakt:
Claudia Roth, Referat "Information und Kommunikation", Tel.: 030/25491-510;
E-mail: claudia.roth@wzb.eu
http://www.wzb.eu
http://www.wzb.eu/publikation/wzbriefbildung.de.htm
Criteria of this press release:
Social studies, Teaching / education
transregional, national
Schools and science, Studies and teaching
German

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