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10/20/2008 15:54

Bioinformatik des Fraunhofer-Instituts SCAI gehört zum Siegerkonsortium im Wettbewerb BioPharma

Dipl.-Journalist (TU Dortmund) Michael Krapp Marketing und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

    Sankt Augustin. Die Abteilung Bioinformatik am Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI gehört zu einem von drei Siegerkonsortien im Wettbewerb BioPharma des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Konsortium NeuroAllianz, koordiniert von der Universität Bonn, konnte sich als eines von drei geförderten Projekten aus einem Kreis von ursprünglich 37 Bewerbern durchsetzen.

    "Wir freuen uns, dass wir mit unseren Arbeiten zum Erfolg der Bewerbung beitragen konnten. Unsere von Industriepartnern geschätzten Kompetenzen im Text- und Datamining werden wir zum größtmöglichen Nutzen der Partner im Konsortium einbringen", sagt Universitätsprofessor Dr. Ulrich Trottenberg, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI.

    Die Abteilung Bioinformatik des Fraunhofer Instituts SCAI wird das Konsortium in drei Bereichen mit modernsten informationstechnischen Methoden unterstützen:

    1) Automatische Verfahren zur inhaltlichen Analyse wissenschaftlicher Publikationen (Textmining) helfen, relevante Informationen aus Veröffentlichungen und Patenten in den Disziplinen Biologie, Chemie und Medizin zu entdecken und den Forschern im Konsortium aufbereitet anzubieten.

    2) Entwicklung einer IT-Plattform, welche die Zusammenarbeit im Konsortium unterstützt. Data-Mining-Experten der Abteilung Bioinformatik stehen den Forschern im Konsortium darüber hinaus bei anspruchsvollen mathematischen Analyseverfahren zur Seite.

    3) Mit Hilfe von Hochleistungsrechnern simuliert das Fraunhofer SCAI die Interaktion von Medikamenten mit Zielproteinen. So lassen sich mögliche neue Wirkstoffe für die im Konsortium bearbeiteten Krankheiten und ihre Zielproteine voraussagen.

    Außer dem Fraunhofer SCAI sind im Konsortium NeuroAllianz folgende Partner vertreten:
    - Wissenschaft: Pharmazentrum Bonn der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, Universität Duisburg-Essen, Rheinische Kliniken Essen, Forschungszentrum Jülich, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn (in Gründung) und das Forschungszentrum caesar in Bonn
    - Industrie: Schwarz Pharma/UCB Gruppe in Monheim und Siemens Healthcare in Erlangen und Eschborn (beabsichtigt)
    - Kleine und mittlere Unternehmen: Protagen in Dortmund, Priaxon in Münchnen und die Life&Brain GmbH in Bonn
    - Behörde: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn

    Der BioPharma-Wettbewerb hat sich zum Ziel gesetzt, auf struktureller Ebene neue Impulse für den Standort Deutschland zu setzen. Bewerben konnten sich Konsortien aus kleinen und großen Unternehmen, Partnern aus Wissenschaft und Klinik mit einer gemeinsamen Strategie für eine effektive Medikamentenentwicklung. Ein international besetztes Gutachtergremium hatte zu Beginn insgesamt 37 Bewerbungen zu bewerten. Zehn Konsortien schafften es in Runde zwei. Daraus wurden nun die besten drei Konsortien ausgewählt. Für sie stellt das BMBF in den kommenden fünf Jahren insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. In einer ersten Runde erhalten die Teams jeweils 20 Millionen Euro. Nach drei Jahren erfolgt eine Evaluation, nach der über weitere 40 Millionen Euro entschieden wird.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Martin Hofmann-Apitius
    Abteilungsleiter Bioinformatik
    Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI
    Schloss Birlinghoven
    53754 Sankt Augustin
    Telefon: 02241-14-2802, Fax: 02241-14-2656
    martin.hofmann-apitius@scai.fraunhofer.de


    More information:

    http://www.scai.fraunhofer.de/bio
    http://www.bmbf.de/de/10540.php


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    Criteria of this press release:
    Biology, Chemistry, Information technology, Mathematics, Medicine
    transregional, national
    Contests / awards, Research projects
    German


     

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