Wie steht es um die Zukunftschancen eines europäischen Humanismus und welche humanistischen Traditionen gibt es in den nicht-westlichen Ländern? Diesen Fragen geht die Veranstaltungsreihe "Humanismus im Dialog" nach. Eröffnet wird sie am 27. Oktober 2008 mit einem Vortrag von Professor Jürgen Straub (Ruhr-Universität Bochum) über den "Humanismus und interkulturelle Kompetenz". Die Diskussionsreihe wird vom Projekt "Humanismus in der Epoche der Globalisierung" am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) veranstaltet.
Im Zeitalter der Globalisierung ist es besonders wichtig, ein Verständnis vom Menschen zu entwickeln, das verschiedene Kulturen übergreift und sie zugleich in ihrer Eigenart und Vielfalt zur Geltung kommen lässt. Mit der Diskussionsreihe "Humanismus im Dialog" möchte das Forschungsprojekt "Humanismus in der Epoche der Globalisierung. Ein interkultureller Dialog über Menschheit, Kultur und Werte" zu einem solchen Verständnis vom Menschen beitragen. Leiter des Humanismusprojekts ist Professor Dr. Jörn Rüsen, Senior Fellow am KWI und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten/Herdecke. Das Projekt wird von der Stiftung Mercator, Essen gefördert.
TERMINE
27. Oktober 2008, 18:15 Uhr
Humanismus und interkulturelle Kompetenz
Der Vortrag fragt nach dem Verhältnis aktueller Debatten über "interkulturelle Kompetenz" zu den Traditionen des Humanismus und den humanistischen Perspektiven in der globalisierten Welt.
Referent: Prof. Dr. Jürgen Straub (Ruhr-Universität Bochum)
Kommentar: Arthur Assis (Graduiertenkolleg des Humanismusprojekts)
10. November 2008, 18:15 Uhr
Zukunftschancen des europäischen Humanismus
Eine kritische Bilanz der humanistischen Traditionen des Westens mit Blick auf die neuen kulturellen Internationalisierungsversuche im Zuge der Globalisierung.
Referent: Prof. Dr. Jörn Rüsen (Leiter des Humanismusprojekts am KWI Essen, Universität Witten/Herdecke)
Kommentar: André Araújo (Graduiertenkolleg des Humanismusprojekts)
16. Februar 2009, 18:15 Uhr
Chinesischer Humanismus zwischen Ost und West
Eine Expedition in die chinesische Kulturgeschichte fördert Gegenentwürfe zutage, die sich als Begründungen eines Humanismus "chinesischer Couleur" lesen lassen und nicht in kanonisierten chinesischen Werken zu finden sind.
Referentin: PD Dr. Angelika Messner (Christian-Albrechts Universität Kiel),
Kommentar: Caroline Glöckner (Graduiertenkolleg des Humanismusprojekts)
27. April 2009, 18:15 Uhr
Humanismus im Islam - der Fall Murtada az-Zabidi
Profilzeichnung eines muslimischen Humanisten, dessen Humanismus vom Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Literatur und Mystik lebte.
Referent: Prof. Dr. Stefan Reichmuth (Ruhr-Universität Bochum)
Kommentar: Shadia Husseini (Graduiertenkolleg des Humanismusprojekts)
29. Juni 2009, 18:15 Uhr
Humanismus und Mystik - Inspirationen des Islam
Welche Gedanken und Vorstellungen wurden in der islamischen Mystik, dem Sufismus, entwickelt, die sich mit der Bezeichnung "humanistisch" beschreiben lassen?
Referentin: Prof. Dr. Renate Würsch (Universität Basel)
Kommentar: Jonathan Kriener (Graduiertenkolleg des Humanismusprojekts)
31. August 2009, 18:15 Uhr
Militanzdebatten - Jihadistische Organisationen und die Gewaltfrage
Die jihadistische Bewegung ist kein monolithischer Block. So sind die Debatten innerhalb der Bewegung auch von Zweifeln an der Legitimität von Gewaltausübung geprägt.
Referent: Dr. Guido Steinberg (Stiftung für Wissenschaft und Politik, SWP)
Kommentar: Aladdin Sarhan (Junior Fellow am KWI Essen)
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Magdalena Schaeffer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter http://www.kulturwissenschaften.de/home/projekt-3.html.
Criteria of this press release:
Cultural sciences, History / archaeology, Politics, Religion, Social studies
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

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