Die Europäische Weltraumbehörde ESA schrieb Ende März 2008 den Roboter-Wettbewerb "ESA Lunar Robotics Challenge" aus. Unter den eingereichten Vorschlägen konnten sich acht studentische Teams für die Teilnahme qualifizieren - darunter auch eine Mannschaft der Universität Bremen. Vom 20. - 27. Oktober 2008 trafen sich die ausgewählten Studententeams aus ganz Europa auf Teneriffa, um ihre Roboter zu präsentieren und in einem Feldversuch in einem mondähnlichen Krater zu testen. Aus diesem Wettkampf ging das Team CESAR der Universität Bremen als Sieger hervor. Es wird von Wissenschaftlern des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz Bremen betreut.
Die Studenten hatten sechs Monate Zeit, um die von Ihnen erfolgreich eingereichten Roboterentwürfe umzusetzen. Die Aufgabe bestand darin, einen Roboter zu konstruieren, der in der Lage ist, aus einem bis zu 15 m tiefen Krater mindestens 100 g Bodenproben zu entnehmen und nach oben zu transportieren. Das Gefälle konnte dabei bis zu 40° betragen. Die Roboter mussten sowohl im prallen Sonnenlicht als auch bei völliger Dunkelheit funktionieren. Die Obergrenze für das Gewicht lag bei 100 kg, der Energieverbrauch durfte 2 KW nicht übersteigen, und die Roboter sollten in einen Transportbehälter mit einem Volumen von 0,5 m³ passen.
Dem Roboter der Universität Bremen CESAR (Crater Exploration and SAmple Return Robot) gelang es als einzigem, den roten Sand in einem Krater des Vulkans El Teide zu finden und 95g davon zum dafür vorgesehenen Behälter in der Landestation zu transportieren. Überzeugt haben die Bremer Studenten durch ihre ideenreichen Ansätze zur intelligenten Mobilität. So orientierten sie sich nicht an den herkömmlichen Lösungen Rad-, Bein- oder Kettenantrieb, sondern setzen auf die Hybrid-Methode eines fünfzackigen Sternenrads. Ausgestattet mit zwei Sternrädern, einem Walzenrad am Heck und einem Kameraarm oben, bewegte sich der Roboter recht flott durch den Sand und ließ sich auch von größeren Steinen nicht aufhalten. Der Roboter ist 85 cm x 120 cm groß und wiegt acht Kilo. Interessant ist auch das Konzept für die Orientierung von CESAR im Dunkeln: Ein Laser projiziert eine rote Linie etwa einen Meter vor dem Roboter auf den Boden. Diese hilft dem Operator, die Bodenbeschaffenheit einzuschätzen und insbesondere Mulden rechtzeitig zu erkennen.
Die offizielle Siegerehrung findet beim ASTRA 2008 (10th ESA Workshop on Advanced Space Technologies for Robotics and Automation) vom 11.-13. November 2008 in Noordwijk (NL) statt.
Ausführliche Informationen zu CESAR: http://cesar.dfki-bremen.de/
Weitere Informationen
Universität Bremen / DFKI Bremen
Sebastian Bartsch
Tel.: (0421) 218-64132
E-Mail: Sebastian.Bartsch@dfki.de
Informationen zu ESA's Lunar Robotics Challenge: http://www.esa.int/SPECIALS/GSP/SEMGAASHKHF_0.html
CESAR: Der erfolgreiche Roboter der Universität Bremen
Source: Universität Bremen
Das Sieger-Team der Bremer Studenten
Source: Universität Bremen
Criteria of this press release:
Information technology
transregional, national
Contests / awards, Studies and teaching
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).