Mit den drei im November verabschiedeten Empfehlungen hat der Wissenschaftsrat seit 2001 insgesamt 35 Stellungnahmen zur institutionellen Akkreditierung nicht-staatlicher Hochschulen verabschiedet, davon 29 mit positivem Ergebnis. Mit der jetzt verabschiedeten Stellungnahme zur Akkreditierung der Hertie School of Governance, Berlin waren darunter insgesamt sechs Empfehlungen zu Hochschulen universitären Anspruchs (Jacobs University Bremen, Wissenschaftliche Hochschule Lahr, Universität Witten-Herdecke, Bucerius Law School, Hamburg, European School of Management and Technology, Berlin).
Die Hertie School of Governance in Berlin ist auf die Bereiche Public Policy und Public Management fokussiert und befasst sich mit den Anforderungen modernen Regierens in einer transnational vernetzten Welt. Sie verfolgt das Ziel, mittelfristig in die Gruppe der international besten Professional Schools for Public Policy aufzusteigen. "Die Hochschule konnte ihr ambitioniertes Leitbild zwar erst teilweise realisieren, hat sich aber seit ihrer Gründung 2003 bemerkenswert entwickelt", erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. "Es ist der Hertie School of Governance gelungen, international ausgerichtete und praxisnahe Studiengänge zu etablieren. Die personelle Ausstattung ist, was die Betreuungsrelation von Professoren zu Studierenden betrifft, vorbildlich, die personelle Aufwuchsplanung schlüssig." In der Bewertung hervorgehoben werden auch die angemessene Ausstattung, die sehr guten Service-Leistungen für die Studierenden und die Kooperationsabkommen mit renommierten ausländischen Hochschulen zum Austausch der Studierenden. Besser als bisher sichergestellt werden sollte indes die für ein Studium von Governance-Problemen notwendige Vermittlung der disziplinären Grundlagen. Zur Stärkung der Forschung sollte die Hertie School of Governance ihre Kooperationen mit Universitäten ausweiten. Die Akkreditierung wird für fünf Jahre ausgesprochen.
Hinweis: Die "Stellungnahme zur Akkreditierung der Hertie School of Governance" (Drs. 8780-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
Die Europäische Fachhochschule (EUFH) mit Hauptsitz in Brühl (Rhein-Erft-Kreis) und Außenstellen in Köln, Mainz sowie Dresden/Leipzig bietet gegenwärtig mehrere duale Bachelor-Studiengänge im Managementsektor und das nicht-duale, überwiegend englischsprachige Bachelor-Programm "International Business" an. Sie hat sich seit ihrer Gründung 2001 mit ihrer Konzentration auf Handels-, Industrie- und Logistikmanagement einen guten Ruf in der regionalen Wirtschaft erworben, ihr Leitbild ist plausibel, die Finanzsituation ausgezeichnet. "Die EUFH punktet außerdem mit ihren überzeugend umgesetzten dualen Studiengängen", erklärt der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. "Wie üblich spricht der Wissenschaftsrat Empfehlungen aus, wie sich die Hochschule insbesondere hinsichtlich Forschung und Bibliotheksversorgung noch weiter verbessern könnte", so Strohschneider. Die Akkreditierung wird für zehn Jahre ausgesprochen.
Hinweis: Die "Stellungnahme zur Akkreditierung der Europäischen Fachhochschule (EUFH) Brühl" (Drs. 8747-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
Positiv bewertet hat der Wissenschaftsrat auch die Merz Akademie - Hochschule für Gestaltung Stuttgart. Staatlich anerkannte Fachhochschule. Zustimmung fand der Plan, den seit 1985 gut nachgefragten Diplomstudiengang "Kommunikationsdesign" in ein konsekutives Studienangebot mit dem Titel "Art, Design and Media" zu überführen und dieses von einer anerkannten Akkreditierungsagentur akkreditieren zu lassen. Gestalterinnen und Gestalter sollen sich mit die-sem Ausbildungsangebot für Tätigkeiten in dem heute immer wichtiger werdenden Bereich der Print-, Bewegtbild- und elektronischen Medien qualifizieren können. Während der Bachelor-Studiengang in seinen Inhalten und Zielen bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu überzeugen vermag, müssen für den Master-Studiengang die konzeptionellen Vorstellungen insbesondere mit Blick auf die Lehre sowie die angestrebten Forschungsaktivitäten weiterentwickelt werden. Den Plan der Hochschule, die Zahl der Studienplätze für das neue BA- und MA-Programm von bisher 270 auf 390 zu erhöhen, hält der Wissenschaftsrat ohne eine gleichzeitige Erhöhung der Lehrkapazitäten nicht für realisierbar. Die Akkreditierung wird für fünf Jahre ausgesprochen.
Hinweis: Die "Stellungnahme zur Akkreditierung der Merz Akademie - Hochschule für Gestaltung Stuttgart" (Drs. 8789-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
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Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
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German

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