Im Mai 2008 erhielt Deutschlands bekannteste Feministin Alice Schwarzer den Ludwig-Börne-Preis für kritischen Journalismus. Die Journalistin, Essayistin und Aktivistin nutzt seit Jahrzehnten gewandt die Waffe des Wortes, um auch provokante Positionen und Ansichten wirkungsvoll zu vertreten. In ihrer Rede zur Preisverleihung zitiert Schwarzer den Juden
und selbsternannten 'Zeitschriftsteller' Ludwig Börne: "'Es ist wie ein Wunder! Tausendemale habe ich es erfahren und doch bleibt es mir ewig neu. Die einen werfen mir vor, dass ich ein Jude sei; die anderen verzeihen mir es; der dritte lobt mich gar dafür - aber alle denken doch daran.' Genau das ist auch eine mir als Frau zutiefst vertraute Erfahrung! Für das Frausein verachtet, für das Frausein bewundert oder trotz des Frauseins (halbwegs) akzeptiert - so bleibe ich doch immer eine Frau, bin nie einfach Mensch."
Neben dem Kampf für Gleichberechtigung ist Alice Schwarzer der Kampf gegen religiösen Fundamentalismus eine Herzensangelegenheit. In Heidelberg wird sie sich im Rahmen der Heidelberger Hochschulreden am Mittwoch den 12. November 2008 um 18:15h in der Aula der Alten Universität, Gabengasse 1 mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der
Emanzipationsgeschichten von Frauen und Juden beschäftigen. Der Eintritt ist frei.
Die öffentliche Vortragsreihe der Hochschule für Jüdische Studien wird im Januar mit einem Vortrag von Kabarettist und Schauspieler Harald Schmidt am Mittwoch den 21. Januar 2009 fortgesetzt.
Criteria of this press release:
Language / literature, Media and communication sciences, Social studies
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

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