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11/10/2008 13:53

Bayreuth: Bunte Festwoche zum Jubiläum der Angewandten Naturwissenschaften

Jürgen Abel M. A. Pressestelle
Universität Bayreuth

    Bayreuth (UBT). Mit einer Festwoche beginnt die Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften ihr 10-jähriges Jubiläum. Vom 10. bis zum 15. November finden verschiedene Ereignisse statt, die die unterschiedlichen Facetten der FAN aufzeigen. Jede Veranstaltung ist auf verschiedene Zielgruppen von der Wissenschaft über die Mitarbeiter bis hin zu Schülern und zur interessierten Öffentlichkeit ausgerichtet.

    Den Auftakt bildet heute (10. November, 16.00 Uhr, Hörsaal H 32, Gebäude FAN, Teil B) die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Thomas Scheibel, Lehrstuhl für Biomaterialien, die sich mit "Bionik" beschäftigt. Das Kunstwort Bionik kombiniert die Begriffe Biologe und Technik. Als Wissenschaft beschäftigt sich die Bionik mit der Entschlüsselung von "Erfindungen der belebten Natur" und ihre innovative Umsetzung in die Technik. Die Natur hat viele optimierte Lösungen für bestimmte mechanische, strukturelle oder organisatorische Probleme entwickelt. Die Bionik analysiert diese Lösungen zunächst, bereitet die funktionierenden Prinzipien auf und macht sie in abstrahierter Form der Technik zugänglich. Die außergewöhnlichen Eigenschaften von Spinnenseiden sind so ein Fall. Sie können beispielsweise in so unterschiedlichen Produkten wie Kosmetika, Textilien, oder Wundverschlusssysteme eingesetzt werden.
    Weiter geht es am Dienstag mit dem 1. Bayreuther Glaskolloquium (11.11. ab 9.30, Gebäude FAN, Teil B). Der Werkstoff Glas hat sich innerhalb von Jahrhunderten zunächst vom Luxus- zum Gebrauchs-Werkstoff und nunmehr zum technischen Funktionswerkstoff mit sich ständig verändernden Anwendungen gewandelt. Die Glasindustrie sieht sich mit enorm gestiegenen Anforderungen an Reinheit, Leistung, Beständigkeit und Reproduzierbarkeit ihrer Produkte konfrontiert, bei gleichzeitig steigendem ökonomischen und ökologischen Druck.
    Zur Unterstützung der Glasindustrie wurde vor fast sieben Jahren die Forschungsstelle WOPAG an der Universität Bayreuth gegründet. Lehrstühle aus verschiedenen Fakultäten haben dabei im Rahmen von Industrieprojekten Zusatzkompetenzen für das Thema Glas aufgebaut und sie in Forschung und Lehre eingebracht. Die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie spiegelt sich in den Vorträgen des 1. Bayreuther Glaskolloquium mit dem Thema "Glas: Ein Werkstoff mit Vergangenheit und Zukunft" wider.
    Einer der Höhepunkte der Festwoche ist am Donnerstag (13. November, 16.00 Uhr, Hörsaal H 32, Gebäude FAN, Teil B) und der Festakt anlässlich des 10-jährigen Bestehens der 6. Bayreuther Fakultät. Den Festvortrag über die Verantwortung der Ingenieure wird dann Prof. Dr.-Ing. Josef A. Nossek halten, Präsident des technisch-wissenschaftlichen Verbandes der Elektrotechnik und der Elektronik (VDE) und gleichzeitig Lehrstuhlinhaber für Netzwerktheorie und Signalverarbeitung der Technischen Universität München. Sein Thema ist die "Verantwortung der Ingenieure".
    Seit einigen Jahren bietet die FAN monatliche Führungen für Schülerinnen und Schüler an. Konsequenterweise wird auch in der Festwoche für die 13. Klassen der Bayreuther Gymnasien ein besonderes Angebot mit Schnuppervorlesungen und Infoveranstaltungen angeboten. In Vorlesungen geht es dabei am Freitag (14. November, ab 8.15 Uhr, Hörsäle H 31/32, Gebäude FAN, Teil B) um Energie von morgen, Clevere Kunststoffe und um weiße Biotechnologie. Führungen durch die Fakultät sowie persönliche Beratung runden die Veranstaltung ab.
    Ein weiterer Höhepunkt besteht am Freitag Abend (14. November, 18.30 Uhr, Hörsaal H 32, Gebäude FAN, Teil B) an, wenn der Lehrstuhlinhaber für Metallische Werkstoffe, Prof. Dr. Uwe Glatzel die interessierte Öffentlichkeit mit einer Schauvorlesung Materialwissenschaft und dem einprägsamen Titel "Wenn Metalle "hüpfen", sich erinnern und der Professor schwebt...." binden möchte. Mit spektakulären Experimenten, eingebunden in eine Liebesgeschichte und Ritterkämpfe erhalten Schüler und andere Interessierte Einblick in die faszinierende Welt der Materialwissenschaften. Da bröseln Rosen, es werden Formgedächtnislegierungen, eine "Riesenglühbirne" und der "Todesmagnet" präsentiert. Außerdem werden Metalle zerbrochen oder mit einem Schweißbrenner gehärtet.
    Zu einer längeren Generation gehört auch die Absolventenfeier dieser Fakultät. Die diesjährige, bei der die Diplom- und Promotionsurkunden übergeben werden, sowie die Auszeichnungen durch VDI und VDE anstehen, beginnt am Samstag (15. November, 17.00 Uhr, Hörsaal H 32, Gebäude FAN, Teil B) und beschließt sogleich die Festwoche.
    Was die Forschung betrifft, ist die FAN diejenige Fakultät der Universität Bayreuth, die die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung mit Hilfe Ingenieurwissenschaftlicher Forschung in die Anwendung bringt. Die FAN ist daher fachübergreifend angelegt und weist dadurch eine sehr große Breite auf. Anders als in großen Technischen Universitäten sind in der FAN viele unterschiedliche Disziplinen vertreten. Die räumliche Nähe führt zu fächerübergreifenden Forschungsprojekten, die anderswo nur schwer zu Stande kommen würden.
    Da die FAN fachübergreifend angelegt ist, erfahren in der Ausbildung die zukünftigen Ingenieure ein breites und fundiertes Spektrum, die sie in besonders interessanten und relevanten Breichen vertiefen. Dekan Professor Dr.-Ing. Ralf Moos dazu: Sie werden gesuchte Fachleute für die Herausforderungen von heute und morgen. Ihr grundlegendes Wissen und die methodische Vorgehensweise veralten nicht. So ausgebildete Ingenieure können daher die rasanten technischen Entwicklungen auch in Zukunft problemlos mitgehen - mehr noch: sie gestalten sie maßgeblich selbst". In der FAN werden derzeit die beiden Diplom-Studiengänge Materialwissenschaft sowie Umwelt- und Bioingenieurwissenschaft mit jeweils mehreren Vertiefungsrichtungen ebenso angeboten wie ein Bachelor-Studiengang "Engineering Science" auf dem bauen die vier Masterstudiengänge "Materials Science and Engineering", "Biotechnology and Process Engineering", "Energy Science and Technology" sowie "Automotive Components Engineering and Mechatronics" auf. Darüber hinaus ist die Fakultät am dreiteiligen Studiengang für das Lehramt an Beruflichen Schulen mit der Fachrichtung Metalltechnik beteiligt.


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    FAN-Jubiläumslogo
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    Source: UBT-Pressestelle - Bild zur Veröffentlichung frei

    Der Gebäudeteil A mit der charakteristischen Sonnenscheibe - eines der vier Gebäude der sechsten und jüngsten Bayreuther Fakultät
    Der Gebäudeteil A mit der charakteristischen Sonnenscheibe - eines der vier Gebäude der sechsten und ...
    Source: UBT-Pressestelle - Bild zur Veröffentlichung frei


    Criteria of this press release:
    Electrical engineering, Energy, Environment / ecology, Materials sciences
    regional
    Miscellaneous scientific news/publications
    German


     

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