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11/10/2008 16:20

Der Verein der Bremer "unifreunde" vergibt Wissenschaftspreise 2008

Eberhard Scholz Pressestelle
Universität Bremen

    Im Fokus steht die Informationstechnologie bei der Vergabe der Wissenschaftspreise 2008 für herausragende Forschung und universitäre Kooperation der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen durch die "unifreunde" am 11. November 2008.

    Am Dienstag, den 11. November 2008 vergibt der Verein "unifreunde e. V." seine Wissenschaftspreise 2008 für herausragende Forschung und Wissenschaftskooperation in Bremen: den Ernst-Lange-Preis für innovative Kooperationsprojekte in Mathematik, Technik- und Naturwissenschaften zwischen der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen sowie den Bernd-Artin-Wessels-Preis für exzellente Kooperationen zwischen Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft. Die Preisverleihung findet um 18 Uhr im Rahmen der "unifreunde"-Mitgliederversammlung bei der Firma BEGO, Wilhelm-Herbst-Str. 1, statt.

    Achtung Redaktionen und Fotoreporter: Es besteht die Möglichkeit, Fotos von den Preisträgern und Stiftern zu machen. Der Fototermin findet am 11. November 2008 um 17:50 Uhr vor der Preisverleihung statt.

    Ernst-Lange-Preis 2008

    Preisträger des mit 5.000 Euro dotierten Ernst-Lange-Preises 2008 sind Professorin Heidi Schelhowe von der Universität Bremen und Professor Andreas Birk von der Jacobs University Bremen. Sie werden für ihr gemeinsamen Projekt "Kreative Technologiebildung: das Innovationscamp Bremen" ausgezeichnet. Das Innovationscamp Bremen fand bereits mehrmals in der Jugendherberge Bremen statt - mit großer Resonanz. Dabei hatten Kinder und Jugendliche Gelegenheit, sich kreativ mit den Grundlagen der Informationstechnologie und der Robotik auseinanderzusetzen. In der Begründung für die Preisvergabe heißt es zum Projekt beider Bremer Universitäten: "Es sollte ein wichtiges Anliegen sein, bereits Kindern eine motivierende, aktuelle und dem Stand der Technologie entsprechende Bildung zu bieten. Ein aktuelles und innovatives Bildungsangebot aus Forschung und Entwicklung kann dazu beitragen, Jugendliche für eine Ausbildung oder ein Studium mit technologischem Schwerpunkt zu interessieren." Die Laudatio hält die 15jährige Alina Khavkina (9. Klasse, Altes Gymnasium), die bereits zweimal das Camp besuchte.

    Das Angebot des Innovationscamps ist vielfältig und richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen: im August dieses Jahres beispielsweise konnten Kinder von 9 bis 13 Jahren im Workshop "Sport und Technologie" mit Hilfe selbstgebauter Sensoren und kleiner Mikrokontroller eigene Bewegungen speichern, auswerten und vergleichen sowie Reaktionen auf bestimmte Bewegungsabläufe selbst programmieren. Kinder von 11 bis 15 Jahren hatten in dem Workshop "Mobile Roboter" die Möglichkeit, mit Lego, selbstprogrammierten Mikrokontrollern und viel Bastelmaterial fahrende (oder auch laufende) Roboter zu bauen, die in kleinen Wettbewerben völlig eigenständig Aufgaben lösen konnten. Menschenähnliche Roboter, Maschinen mit zwei Armen, zwei Beinen, einem Torso und einem Kopf, wurden in dem Workshop "Humanoide Roboter" von Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren gebaut und programmiert.

    Andreas Birk, Professor of Electrical Engineering & Computer Science an der Jacobs University, forscht über autonome Systeme, u. a. durch die Entwicklung von Robotik-Hardware, Mechatronik und intelligenter Steuerungssoftware sowie durch Grundlagenforschung in den Bereichen maschinelles Lernen und soziale Interaktion von Robotern. Er arbeitet seit Herbst 2001 an der Jacobs University, wo er die dortige Robotics Group mit dem Schwerpunkt Rettungsroboter aufbaute und leitet.

    Heidi Schelhowe ist seit 2001 Hochschullehrerin im Fachbereich Mathematik und Informatik an der Universität Bremen. Sie vertritt den Bereich "Digitale Medien in der Bildung" und leitet die entsprechende Arbeitsgruppe "dimeb". Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. Software für Bildungskontexte, Lehrerbildung und Digitale Medien, Bildungsanwendungen in der (Medien-)Informatik, Digitale Medien in der Hochschullehre sowie Gender und Digitale Medien

    Bernd-Artin Wessels-Preis

    Seit 2005 werden exzellente Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft mit dem Bernd-Artin-Wessels-Preis ausgezeichnet. Damit wird die Bedeutung der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft für das Land Bremen gewürdigt. Auswahlkriterien sind ein hoher Innovationsgrad, der Nutzen des Projekts für das Unternehmen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit beider Partner.

    Den Bernd-Artin Wessels-Preis 2008 erhält Professor Otthein Herzog für das Projekt "Asssistenzsystem für ein intelligentes Energiemanagement". Das Technologie-Zentrum Informatik (TZI) entwickelte in Kooperation mit der mittelständischen netDV Unternehmensberatung ein Assistenzsystem für ein intelligentes, standortübergreifendes Energiemanagement im Kälteanlagensegment. Für die Erprobung in der Praxis wurden Sensoren in ausgewählten Märkten eines bundesweit agierenden Lebensmittelgroßhändlers installiert. Das Ergebnis: rund 20 Prozent Energieeinsparung bei den Kühlaggregaten für große Truhen. Mit Hilfe eines Fernauslesesystems wurden die erfassten Daten in ein zentrales Informationssystem übertragen und dort von den TZI-Mitarbeitern mit Methoden der Künstlichen Intelligenz analysiert. Dank der erkannten Muster für den Temperaturverlauf wird eine vorausschauende Steuerung des Energieaufwands für die Kälteanlagen möglich, die etwa Wetterprognosen mit einbezieht. Mit Hilfe des entwickelten Assistenzsystems lassen sich Kühlaggregate zukünftig viel genauer regeln, was zu signifikanten Energieeinsparungen führt.

    Die "unifreunde Bremen e.V." (www.unifreun.de)

    Ziel der 1961 gegründeten "unifreunde" ist die Förderung von Forschung und Lehre im Bundesland Bremen. Sie unterstützen auch die für den Wissenschaftsstandort Bremen wichtige Zusammenarbeit der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen und fördern damit auch die zukunftsgerichtete Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Bremen.


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