Während der vergangenen Jahre ist vor allem aufgrund der beeindruckenden Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften die Frage aufgekommen: Hat der Mensch einen freien Willen oder ist er Sklave seiner hirnphysiologischen Vorgänge? Unter dem Eindruck der Teils spektakulären Erkenntnisse ist eine Diskussion entbrannt, die im Kern die menschliche Freiheit zum Thema hat. Die Entscheidung dieser Frage ist insbesondere auch deshalb interessant, da es um die Zuschreibung von Verantwortung in Ethik, Politik und Recht geht. Seit einigen Jahren wird die Diskussion nunmehr innerhalb der Kulturwissenschaften und vor allem auch zwischen Philosophie und Neurowissenschaften ebenso kontrovers wie heftig geführt. Dabei ist eine zunehmende weltanschauliche Zuspitzung der jeweils vertretenen Positionen festzustellen. Daher scheint es dringend geboten, die Tragfähigkeit und Tragweite der in der Diskussion verwendeten Argumente und schließlich die Überzeugungskraft der gezogenen Schlussfolgerungen einer gründlichen und kritischen Prüfung zu unterziehen. Dieser anspruchsvollen Aufgabe widmet sich der Berliner Philosoph Oswald Schwemmer in dem Band "Der Kampf um die Freiheit". Schwemmer geht den Argumenten der Neurobiologie nach und formuliert eine philosophische Antwort auf deren Einsichten.
Oswald Schwemmer gehört zu den profiliertesten und produktivsten deutschsprachigen Philosophen der Gegenwart. Nach einflussreichen Arbeiten zur philosophischen Ethik sowie zur Wissenschaftstheorie der Geisteswissenschaften hat Schwemmer sich auch als Kulturphilosoph und Wissenschaftstheoretiker der Kulturwissenschaften einen Namen gemacht. In den Forschungszusammenhang der Kulturphilosophie und der Philosophischen Anthropologie gehört auch der Text "Der Kampf um die Freiheit". Trotz der kleinschrittigen und detailgenauen Auseinandersetzung mit argumentations- und begriffslogischen Problemen bleibt der Text wegen Schwemmers gedanklicher Klarheit und sprachlicher Disziplin immer auch für interessierte Laien verständlich und verhilft daher allen Interessierten zu einem kritischen Zugang zu dieser bedeutsamen aktuellen Diskussion in den Kulturwissenschaften.
Mit der Veröffentlichung dieses Beitrags eröffnet die Universität Koblenz-Landau zugleich die Reihe "Koblenzer Hochschulschriften". Die Schriftenreihe präsentiert in loser Folge Beiträge zu aktuellen Themen und Diskussionen. Der erste Band kann über das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Universität bezogen werden.
Titelangabe
Oswald Schwemmer
Der Kampf um die Freiheit. Eine neurobiologische Herausforderung und eine philosophische Antwort. Mit einer Einleitung von Rudolf Lüthe.
Koblenzer Hochschulschriften, Band 1.
ISBN 978-3-9812579-0-8
5 Euro (zzgl. Versandkosten)
Bestellung:
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Metten
Universität Koblenz-Landau
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
E-Mail: presse@uni-koblenz.de
Criteria of this press release:
Philosophy / ethics
transregional, national
Scientific Publications
German

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