Wissenschaftsrats-Präsident Strohschneider eröffnet binationales Promotionsprogramm an der Uni Stuttgart
Die Globalisierung hat internationale Forschungskooperationen ebenso beflügelt wie die weltweite Konkurrenz um qualifizierte Köpfe. Vor diesem Hintergrund hat das Auswärtige Amt das Jahr 2009 zum Jahr der Außenwissenschaftspolitik erklärt. Doch wie bewertet man Internationalität und welche Kriterien tragen zu gelungenen Internationalisierungsbewegungen bei? Grundlagenforschung dazu leistet ein neues, binationales Promotionsprogramm am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart. Eröffnet wird es durch den Präsidenten des Wissenschaftsrats Prof. Peter Strohschneider mit einem Vortrag zum Thema "Internationalität der Geisteswissenschaften".
Zeit: 25. 11., 16.00 Uhr
Ort: Uni-Bereich Stadtmitte, Keplerstraße 17, Hörsaal 17.01
Medienvertreter sind herzlich eingeladen.
Das Programm mit dem Namen "Internationalisierung in Wissenschaft und Literatur seit der Frühen Neuzeit" fragt nach den Bedingungen und Mechanismen, die dazu führen, dass ein in einer Nationalsprache verfasstes Werk im Ausland aufgegriffen wird. Ebenso beleuchten die Wissenschaftler die Rückwirkungen solcher Prozesse auf die deutsche Wissenschaft. Hierzu sollen ausgewählte historische Wechselbewegungen und Wissenschaftspersönlichkeiten wie etwa die Gelehrtenrepublik der Frühen Neuzeit, aber auch deren Gegenbewegungen im 19. Jahrhundert sowie aktuelle Internationalisierungsbewegungen exemplarisch untersucht werden. Beteiligt sind neben der Uni Stuttgart auch das Deutsche Literaturarchiv Marbach, das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung sowie das King's College London. Das Programm wird aus Mitteln des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) gefördert.
Der Frage, in welchem Rahmen und unter welchen Gesichtspunkten die Geisteswissenschaften immer schon international gewesen sind und worin die Herausforderung einer aktuellen Wissenschaftspraxis bestehen, widmet sich auch der Vortrag von Prof. Peter Strohschneider. Dies lässt sich nur beantworten, wenn man verdeutlicht, was das Prädikat "international" für die Geisteswissenschaften bedeuten kann. Neben dieser Klärung wird sich der Vortrag den Problemen oder "Reflexionslasten" widmen, die der Begriff "international" birgt.
Weitere Informationen bei Prof. Sandra Richter, Institut für Literaturwissenschaft,
Abteilung für Neuere Deutsche Literatur I, Tel. 0711/685-83065,
e-mail: sandra.richter@ilw.uni-stuttgart.de
Criteria of this press release:
Language / literature
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications
German

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