Wissenschaftler des Institutes für Informatik der Universität Potsdam beschäftigen sich derzeit mit der Entwicklung von intelligenten Systemen im Hinblick auf deren Anwendung in den Bereichen Gesundheit und Pflege zu Hause, Sicherheit und Privatsphäre, Versorgung und Hausarbeit sowie soziales Umfeld. Am 27. November 2008 findet an der Universität Potsdam der erste Workshop der Potsdamer Assisted Living Initiative statt. Das Institut für Informatik der Universität Potsdam widmet sich dem Forschungsschwerpunkt "Assisted Living: Intelligente Assistenzsysteme für ein gesundes und sicheres Leben". Das Institut arbeitet dabei mit dem Institut für Sportmedizin und Prävention und dem Institut für Linguistik und Allgemeine Sprachwissenschaft der Universität zusammen. Ziel des Workshops ist es, die Sichtbarkeit der Arbeit im Bereich Assisted Living im Land sowie eine bessere Vernetzung der beteiligten Arbeitsgruppen aus Universität, Industrie und den Pflegeeinrichtungen zu stärken. Auf dem Programm des Workshops stehen Vorträge, Diskussionen und eine Ausstellung zu diesen gesellschaftlich relevanten Themenbereichen. Im Rahmen des Workshops wird auch ein Kooperationsvertrag zwischen dem Evangelischen Seniorenzentrum "Florencehort" des Landesausschuss für Innere Mission LAFIM und der Universität Potsdam unterzeichnet.
Mit ihren Arbeiten geht es der Potsdamer Assisted Living Initiative zum Beispiel um die Abmilderung von Folgen des demografischen Wandels und der dadurch erzwungenen Eingrenzung der Pflegekosten. Insbesondere im Flächenland Brandenburg zeichnen sich schon heute demografische und infrastrukturelle Veränderungen ab, welche die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung beeinflussen. Zur Lösung dieser Probleme werden technische Unterstützungssysteme erforscht, die zum Beispiel älteren Menschen helfen, länger selbständig in ihrem häuslichen Umfeld zu leben. In einer Arbeitsgruppe, die sich mit Bilddatenverarbeitung befasst, werden Methoden entwickelt, welche es erlauben, verletzte, auf dem Boden liegende Personen schnell zu erkennen. In einem anderen Projekt werden unter Verwendung der Infrastruktur von Nintendo's Spielekonsole Wii Systeme zur kontrollierten Übungs- und Bewegungstherapie konzipiert und implementiert. In einem weiteren Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum "Florencehort" ein System entwickelt, welches demente Menschen bei alltäglichen Aufgaben und bei der Orientierung innerhalb von Gebäuden unterstützt. So könnten zum Beispiel nach der erfolgten Bestimmung ihres Aufenthaltsortes einer Person unterstützende Informationen gegeben werden. Des Weiteren kann eine Warnung an die Pfleger gegeben werden, falls ein Bewohner den sicheren Bereich, beispielsweise das Außengelände, verlässt.
Der Workshop wird unter anderem vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg im Rahmen der "Pfleginitiative Brandenburg" unterstützt.
Hinweis an die Redaktionen:
Zeit der Veranstaltung: Donnerstag, 27. November 2008, 9.00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Universitätskomplex Babelsberg, Haus 6, August-Bebel-Straße 89, 14486 Potsdam
Als Ansprechpartner steht Ihnen Prof. Dr. Torsten Schaub vom Institut für Informatik der Universität Potsdam telefonisch unter 0331/977-3080, -3081, E-Mail: torsten@cs.uni-potsdam.de zur Verfügung.
ACHTUNG: Am 27. November stehen Ihnen von 11.00 bis 12.00 Uhr in einer Poster Session im Foyer des Hauses 6 weitere Gesprächspartner für Interviews zur Verfügung.
Das ausführliche Programm des Workshops ist im Internet unter http://www.cs.uni-potsdam.de/paliw2008/ zu finden.
Diese Medieninformation ist auch unter http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2008/pm271_08.htm im Internet abrufbar.
Criteria of this press release:
Information technology
regional
Cooperation agreements, Miscellaneous scientific news/publications
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).