idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
11/21/2008 09:22

Asienexpertise für Sachsen-Anhalts Unternehmer

Anna-Kristina Wassilew Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

    Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das An-Institut für Innovation und Entrepreneurship IIE sowie das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg wollen Unternehmen aus Sachsen-Anhalt den Sprung auf den asiatischen Markt erleichtern. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert das Vorhaben mit rund 400 000 Euro.

    Dazu starten die Forschungseinrichtungen und ihre Partner am 1. Dezember 2008 ein gemeinsames Projekt. Klein- und mittelständische Unternehmen, die in Asien Geschäftsbeziehungen aufbauen wollen oder Unterstützung im Geschäftsverkehr mit asiatischen Partnern benötigen, können damit auf die Hilfe der Experten setzen.
    Einige klein- und mittelständische Unternehmen zieht es schon heute nach Asien. Beispielsweise in China, dem Reich der Mitte, bietet sich bemerkenswertes wirtschaftliches Potenzial auf Absatz, Beschaffungs- und Kapitalmärkten. Aber auch "Tigerstaaten" wie Thailand und Vietnam weisen ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von 4-6% auf. "Was den Exporthandel betrifft, hat Sachsen-Anhalt erheblichen Nachholbedarf. Der regionalen Wirtschaft bieten sich hier einmalige Chancen- das sollten klein- und mittelständische Unternehmen viel intensiver nutzen." mahnt Prof. Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer IFF.

    So sieht das auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Als ein Ergebnis ihrer Konferenz "Perspektiven zur Stärkung von Unternehmertum in Ostdeutschland" vom November vergangenen Jahres sprach sich die OECD für eine Unterstützung von klein- und mittelständischen Unternehmen durch regionale und überregionale Institutionen bei der Bearbeitung internationaler Märkte aus.

    Dem großen Potenzial des Auslandsmarktgeschäftes stehen jedoch eine Reihe von Risiken gegenüber. "Neben dem Fehlen verlässlicher Marktinformationen und der Auswahl verlässlicher Partner geben vierzig Prozent der befragten Unternehmen kulturelle Dissonanzen als ausschlaggebend für die Beeinträchtigung des Auslandsengagements an. An dieser Stelle setzen wir an." erklärt Projektleiter Prof. Joachim Ulrich, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Unternehmer sollen zukünftig für ihr Auslandsengagement von der Expertise der Forscher auf dem Gebiet der Orientwissenschaften profitieren und auf die Besonderheiten des asiatischen Marktes vorbereitet werden. In Intensivworkshops, interdisziplinären Praxisseminaren, Ausland-Studienreisen sowie über eine Personal- und Kontaktvermittlung wollen die Wissenschaftler ihr Wissen und ihre Erfahrungen vermitteln. In den Seminaren werden einerseits Konzepte zur Auslandsmarktbearbeitung thematisiert, wie beispielsweise die Durchführung von Marktstudien, um das Risiko beim Markteintritt zu senken. Andererseits werden unter Einbindung der gestalterischen Kompetenz und asiatischen Kooperationen der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle die regionenspezifische Adaption des Internetauftritts von Unternehmen für den asiatischen Raum betrachtet. Aber auch ganz praktische Hinweise für den täglichen internationalen Geschäftsverkehr, wie die korrekte Ansprache von ausländischen Geschäftspartnern per Brief, E-Mail oder Telefon sowie politische, wirtschaftliche und religiöse Rahmenbedingungen stehen auf dem Stundenplan für Unternehmer. Um den Unternehmern die Aufnahme konkreter Geschäftsbeziehungen und Kooperationen zu ermöglichen, wird eine Delegationsreise in die asiatischen Zielregionen China, Thailand und Vietnam organisiert.


    Images

    Shanghai, China. Enorme Absatzmärkte und ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum - davon können auch Unternehmen aus Sachsen-Anhalt profitieren.
    Shanghai, China. Enorme Absatzmärkte und ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum - davon könn ...
    Source: Foto. Anna-Kristina Wassilew/ Fraunhofer IFF.


    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Cooperation agreements, Transfer of Science or Research
    German


     

    Shanghai, China. Enorme Absatzmärkte und ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum - davon können auch Unternehmen aus Sachsen-Anhalt profitieren.


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).