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11/21/2008 10:04

Ingenieurschmiede mit Tradition und Innovationskraft - 150 Jahre Mechanische Technologie

Ursula Zitzler Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Stuttgart

    Der Stuttgarter Maschinenbau mit seinen 35 Instituten zählt zu den traditionsreichsten und größten Fachbereichen an einer deutschen Universität. Nicht zuletzt diesem Fachbereich ist es zuzuschreiben, dass sich die Universität Stuttgart beispielsweise beim CHE-Forschungsranking 2007 in der Spitzengruppe befand und zu den drittmittelstärksten deutschen Universitäten gehört. Hervorgegangen ist der Stuttgarter Maschinenbau aus dem Fachbereich "Mechanische Technologie", der in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert und auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken kann. Aus diesem Anlass lädt die Fakultät am 28. November ab 14.00 Uhr zu einem feierlichen Kolloquium im Gebäude Pfaffenwaldring 47, Hörsaal 47.01.
    Nach Grußworten durch den Rektor, Prof. Wolfram Ressel, und den Dekan,
    Prof. Dieter Spath, hält der bekannte Berliner Produktionstechniker Prof. Günter Spur die Festrede. Die Laudatio hält Prof. Uwe Heisel vom Institut für Werkzeugmaschinen der Uni Stuttgart, dessen Lehrstuhl sich auf die Anfänge der Mechanischen Technologie gründet. "Die Aufstellung des Stuttgarter Maschinenbaus entlang einer durchgängigen Prozesskette von der Produktentstehung bis hin zur Produktion ist einzigartig", so Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel. "Sie entspricht zudem par Excellence dem Forschungsprofil der Universität Stuttgart."
    Was heute mit Maschinenbau bezeichnet wird, geht an der Universität Stuttgart auf das Jahr 1858 zurück. Damals wurde Carl Heinrich Schmidt zum ersten "Hauptlehrer" - wie die Professoren zu jener Zeit genannt wurden - für Mechanische Technologie ernannt. Erst seit diesem Zeitpunkt werden die mechanischen Technologien in Stuttgart auch in Verfahren und Maschinen umgesetzt. Das heutige Institut für Werkzeugmaschinen (IfW), geleitet von Prof. Uwe Heisel, ist in direkter Linie auf die Professur von Carl Heinrich Schmidt zurückzuführen und damit das erste Institut, das sein Fachgebiet durchgehend bis heute bearbeitet. Von 1862 an widmete sich eine der damals neu gegründeten vier Fachschulen ganz dem Maschinenbau. Die Lehr- und Forschungseinrichtungen zogen im 19. Jahrhundert angesehene Gelehrte an, darunter den legendären Maschinenbauer Carl Julius von Bach, dem ersten Rektor der damaligen Technischen Hochschule. Bach gründete insgesamt acht Maschinenbau-Institute sowie die Materialprüfanstalt und das Ingenieur- und Maschinenlaboratorium.
    Zukunftsweisende Erweiterung
    Durch sukzessive Erweiterungen stellte sich die Fakultät immer wieder neu den Herausforderungen der fortschreitenden Industrialisierung und des technischen Fortschritts. Nachdem 1882 die Elektronik als neues Fach eingeführt worden war, folgte 1910/11 eine Professur für Luftschifffahrt, Flug- und Kraftfahrzeugtechnik. Ab 1920 folgten Lehrstühle beispielsweise für Maschinenelemente, Fördertechnik und Logistik sowie Fertigungstechnik und Fabrikbetrieb. Nach dem zweiten Weltkrieg gingen die Institute für Wasserkraftmaschinen, Dampfkesselwesen und Umformtechnik an den Start. Ab den 60er-Jahren folgten die Technische Optik, die Automatisierung in der Steuerung und Regelung und die Feinwerktechnik. Die jüngsten Institute erforschen neue Technologien wie die Laserbearbeitung und die Fertigung keramischer Bauteile oder widmen sich der Arbeitswissenschaft, der Systemtheorie und Regelungstechnik sowie der Technischen Numerik.
    Seit Anfang 2008 wird der Stuttgarter Maschinenbau von zwei Fakultäten getragen, der Fakultät 7 "Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik" und der Fakultät 4 "Energie-, Verfahrens- und Biotechnik". Eine neue "Gemeinsame Kommission Maschinenbau" mit eigenem Studienbüro sorgt für den reibungslosen Ablauf insbesondere der Studien- und Prüfungsangelegenheiten.
    Anlässlich des Jubiläums gibt die Fakultät eine Sonderausgabe des Stuttgarter Maschinenbau-Magazins "transmitter" heraus. Bezug und weitere Informationen über Dr. Birgit Spaeth, Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF),
    Tel. 0711/970-1810; e-mail: birgit.spaeth@iff.uni-stuttgart.de. Anmeldung zum Festkolloquium per e-mail erbeten unter dekanat@fak07.uni-stuttgart.de.


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    Criteria of this press release:
    Mechanical engineering
    regional
    Scientific conferences
    German


     

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