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11/28/2008 13:45

Bayreuths Uni-Präsident: "Höhere Ausgaben für Forschung und Bildung notwendig"

Jürgen Abel M. A. Pressestelle
Universität Bayreuth

    Bayreuth (UBT). Höhere Ausgaben für Forschung und Bildung hat Universitätspräsident Professor Dr. Dr. h. c. Helmut Ruppert gestern beim 33. Jahrestag der Universität Bayreuth als Investitionen in die Zukunft gefordert. Nur so werde die Universität ihrer Aufgabe von Wissensmehrung, Wissenstransfer und Ausbildung von qualifizierten Absolventen nachkommen können.

    Mit der Unterzeichnung der Zielvereinbarung des Innovationsbündnisses 2009 bis 2013 habe die Universität Bayreuth eine gewisse Planungssicherheit für den personellen und räumlichen Ausbau der Universität. Die zur Verfügung gestellten Mittel geben allerdings keinen Anlass zum Jubeln, da man sie in Relation zu dem quantitativen Ausbau der Universität stelle. Trotz aller Bemühungen der Beteiligten werde die Betreuungsrelation pro Studierenden sinken, prognostizierte Präsident Ruppert. Gleichzeitig seien die real aufgewendeten Sachmittel pro Student erheblich zurück gegangen.
    Was die Zahl der ersten Hochschulsemester betreffe, habe die Universität Bayreuth ihre eingegangenen Verpflichtungen übererfüllt. Dringend benötigt würden Räume, um den jetzigen Mangel und die zukünftig steigenden Nachfrage einigermaßen befriedigen zu können, sagte Professor Ruppert. Neben dem vom Bayerischen Landtag bereits genehmigten Erweiterungsbau für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, der bis zum Jahr 2011 errichtet werden soll, bestehe ein weiterer Flächenbedarf in Höhe von 3.100 qm Hauptnutzfläche für die Einrichtung eines Neubaues Naturwissenschaften III, einem Labor- und Praktikumsgebäudes für den Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Man werde allerdings trotzdem nicht um Anmietungen herum kommen.
    Die qualitätsorientierten Überlegungen zur Lehre mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hätten sich nur zum Teil erfüllt, sagte der Universitätspräsident weiter. Nur mühsam hätten Lehrstrategien, die die Studierenden als selbständige, eigenverantwortliche Lerner ansprechen, umgesetzt werden können. Studentenzentrierte Lehrmethoden und Strategien seien wesentlich effektiver als traditionelle Formen der Wissensvermittlung, doch es fehle eine breite Umsetzung dieser Erkenntnis.
    Eine Lanze brach Präsident Ruppert in diesem Zusammenhang für die kritisierten Studienbeiträge. Trotz Anstieg des staatlichen Haushaltes von 2005 bis 2008 um "gewaltige 3,3 %" verfüge die Universität für laufende Sachmittel- und Literaturbeschaffung im Jahr allerdings nur 8 Millionen Euro. "Diesen Betrag stehen Studienbeiträge von 6 Millionen Euro gegenüber. Damit kann man ermessen, welche hohe Bedeutung die Studienbeiträge für die Verbesserung der Lehre haben", betonte Professor Ruppert..
    Als einen Erfolg wertete Professor Ruppert die Einführung der Bachelor-Studiengänge seit 1999 an seiner Universität. Dies gelte besonders für die Fachgebiete, denen für die Zulassung zum 1. Fachsemester Eignungsfeststellungen vorgenommen werden. Da sich die Zahl der Absolventen in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht habe, komme die Universität Bayreuth ihrer Aufgabe, Nachwuchs für den akademischen Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen, "in hoher Qualität" nach. Man habe es vermieden, übermäßig spezialisierte Bachelor-Angebote zu entwickeln und statt dessen versucht, eine breite wissenschaftliche Bildungsgrundlage zu vermitteln, um dann Spezialisierungen entsprechend dem Profilfeldern der Universität Bayreuth in den Masterstudiengängen und weiterführenden Promotionsprogrammen anzubieten.
    Unterstrichen wurde von dem Präsidenten auch die Bedeutung der eingeworbenen Drittmittel. Die seien von 19,9 Millionen Euro im Jahre 2005 auf vorläufig 24,8 Millionen in diesem Jahr gestiegen. Professor Ruppert: "Ohne diese Mittel wäre eine herausragende Forschung an der Universität Bayreuth nicht möglich." Allein 12 Millionen Euro habe in diesem Jahr die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beigesteuert, wobei diese nach höchsten Kriterien vergebenen Forschungsmittel im Wesentlichen von den großen Profilfeldern und Forschungsschwerpunkten der Universität Bayreuth eingeworben worden seien.
    Die Konzentration der Profilfelder habe sich als der "strategisch wichtige Schritt" für die Universität Bayreuth ergeben. Die mittlerweile acht Profilfelder werde man auch in Zunft miteinander noch stärker vernetzen. Dieses gelte auch für die internationale Zusammenarbeit. Professor Ruppert erwähnte in diesem Zusammenhang ein kürzlich genehmigtes internationales Graduiertenkolleg in den Umweltwissenschaften mit der Kangwon National University in Südkorea, die Auszeichnung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und die deutsche Telekomstiftung für ein Welcome Center an der Universität Bayreuth sowie die Afrikaforschung. Bei einem Ranking der Alexander von Humboldt-Gesellschaft, bei dem deren Preisträger und Stipendiaten pro Hochschule aufgeführt werden, nehme die Universität Bayreuth weiter eine Spitzenstellung in Bezug auf die Zahl ihrer Hochschullehrer ein.


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    Das Bild zeigt Professor Helmut Ruppert bei seiner letzten Jahrestags-Ansprache - er scheidet nach mehr als elf Jahren als Universitätspräsident mit Ablauf dieses Semesters Ende März 2009 aus - im Emil Warburg-Hörsaal der Universität.
    Das Bild zeigt Professor Helmut Ruppert bei seiner letzten Jahrestags-Ansprache - er scheidet nach m ...
    Source: UBT-Pressestelle - Bild zur Veröffentlichung frei

    Verabschiedet: Ministrialrat Walter Ziegerer (rechts) war 13 Jahre lang Betreuungsreferent für die Universität Bayreuth im Münchner Wissenschaftsministerium und erwies als "hervorragender Anwalt für die Hohe Schule in Bayreuth", wie Ministeriumsamtschef Ministerialdirektor Dr. Rothenpieler lobte.
    Verabschiedet: Ministrialrat Walter Ziegerer (rechts) war 13 Jahre lang Betreuungsreferent für die U ...
    Source: UBT-Pressestelle - Bild zur Veröffentlichung frei


    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    regional
    Science policy, Studies and teaching
    German


     

    Das Bild zeigt Professor Helmut Ruppert bei seiner letzten Jahrestags-Ansprache - er scheidet nach mehr als elf Jahren als Universitätspräsident mit Ablauf dieses Semesters Ende März 2009 aus - im Emil Warburg-Hörsaal der Universität.


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    Verabschiedet: Ministrialrat Walter Ziegerer (rechts) war 13 Jahre lang Betreuungsreferent für die Universität Bayreuth im Münchner Wissenschaftsministerium und erwies als "hervorragender Anwalt für die Hohe Schule in Bayreuth", wie Ministeriumsamtschef Ministerialdirektor Dr. Rothenpieler lobte.


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