Der Fotowettbewerb der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften erzielt deutschlandweite Resonanz und dokumentiert vielfältige Perspektiven auf das Thema Evolution.
Zu Beginn des Darwin-Jahres 2009 präsentiert die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften das Ergebnis des Fotowettbewerbs "Evolution im Augenblick". Der Wettbewerb in Kooperation mit der Firma PENTAX begleitete den Auftakt des Jahresthemas der Akademie "Evolution in Natur, Technik und Kultur" und zeigt ungewöhnliche und zugleich faszinierende Momente der Evolution.
Der erstmalig durchgeführte Fotowettbewerb für junge ambitionierte Amateure und professionelle Fotografen bis 30 Jahre stieß auf eine breite Resonanz. Aus ganz Deutschland erreichten die Akademie über fünfzig Einsendungen. Die vierköpfige Jury aus Wissenschaft und Medien wählte aus allen Einsendern drei Preisträger aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen der größten Publikumsveranstaltung der Akademie, dem "Salon Sophie Charlotte", am 24. Januar 2009 statt. Neben den drei Bestplatzierten werden weitere 17 Favoriten der Jury in einer Ausstellung während des Salons zu sehen sein. Unter diesen wird der Publikumspreis des "Salon Sophie Charlotte" 2009 vergeben.
"Die Auswahl stellte keine leichte Aufgabe dar", so Jurymitglied Professor Günter Stock. "Die Bilder schaffen es, die erstaunlichen Möglichkeiten der Evolution visuell erlebbar zu machen und zeigen eine außergewöhnliche Bandbreite der verschiedenen Blickwinkel auf das Thema". Ziel war es, Fotos zu prämieren, in denen unerwartete Augenblicke der Evolution eindrucksvoll und kreativ abgebildet werden. Die Jury setzte sich zusammen aus der Wissenschaftsfotografin Nicole Ottawa, dem Journalisten Sebastian Preuss sowie dem Kunstwissenschaftler Professor Horst Bredekamp und dem Akademiepräsidenten Professor Günter Stock.
Der erste Preis geht an Sascha Herrmann aus Leipzig. Der Student an der Hochschule für Grafik und Buchkunst überzeugte die Jury mit einer Montage aus seiner Serie attitudes. Durch diese Technik verwebt er die Performance von Schauspielern mit dem dokumentierten Verhalten von Passanten an einem öffentlichen Ort des Transits, dem Fernbahnhof Frankfurt-Flughafen. Das Bild erzeugt den Eindruck einer starken Zufälligkeit, eines entscheidenden oder auch nichtigen Augenblicks. Dieser Augenblick mutet jedoch unwahrscheinlich und surreal an. Die realistisch wirkende Inszenierung stellt gerade aufgrund des übersteigerten Maßes an Echtheit die Glaubwürdigkeit der Situation in Frage.
Für die Jury stellt die Wahl eine Anregung und Einladung zum Nach- und Weiterdenken dar: Evolution als ein permanent fortschreitender Prozess, der sich nicht auf den ersten Blick erschließen und nicht auf die biologische Ebene beschränken lässt. Das vermag das Bild von Sascha Herrmann auf eine sehr eigenwillige und spezifische Weise auszudrücken, indem sich der Betrachter der Frage nach der Einordnung nicht entziehen kann.
Auf den zweiten Platz wurde das Bild von Daniel Triebke gewählt. Der Berliner Designer konnte die Jury mit seinem künstlerischen und plastischen Bild überzeugen. Das anmutige Portrait einer felllosen Katze stellt unter dem Titel "Mutation, nicht Züchtung" nicht wie auf den ersten Blick zu vermuten eine genetische Manipulation, sondern das Ergebnis einer seltenen natürlichen Mutation dar.
Der Potsdamer Stephan Opitz belegte in der Auswahl der Jury den dritten Platz. In seinem beeindruckenden Foto von einer Fahrt durch einen Bahntunnel in Shanghai thematisiert er originell den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung der Fotografie.
Mit dem Fotowettbewerb "Evolution im Augenblick" ist es gelungen, das Thema Evolution um zahlreiche Perspektiven zu erweitern und das Interesse von jungen Menschen an dem wissenschaftlichen Themenfeld Evolution zu stärken. Die Ausstellung der 20 bestplatzierten Fotos wird im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt bis zum 08. Februar zu sehen sein und anschließend in der Akademie der Wissenschaften in Hamburg zum 200. Geburtstag Charles Darwins am 12. Februar 2009 präsentiert.
Die Bilder der drei Gewinner des Wettbewerbs sind abrufbar http://jahresthema.bbaw.de/kalender/fotowettbewerb
Pressekontakt:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Gisela Lerch, Leitung Referat Information und Kommunikation
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
Tel. 030/20370-657, Fax: 030/20370-366, E-mail: glerch@bbaw.de
http://jahresthema.bbaw.de/kalender/fotowettbewerb
attitudes
Source: Sascha Herrmann
Criteria of this press release:
Art / design, Biology, Cultural sciences, Social studies
transregional, national
Contests / awards
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).