Die Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, Frau Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, ist seit Anfang dieses Jahres die neue Vizepräsidentin der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Sie folgt in diesem Amt auf den Präsidenten der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Herrn Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg, dessen Amtszeit als Vizepräsident der Union endete. Gemeinsam mit dem Präsidenten, Herrn Prof. Dr. Günter Stock, bildet sie den Vorstand der Akademienunion.
Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll ist seit 2005 Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz und hat gleichzeitig den Lehrstuhl für Anatomie II an der Universität Erlangen-Nürnberg inne. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegt in der Erforschung von Glaukomerkrankungen, der "Grünen Stare". Glaukome sind häufige Augenerkrankungen, die meist durch einen erhöhten Innendruck im Auge charakterisiert sind und mit Schäden am Sehnervenkopf einhergehen, die bis zur Erblindung führen können. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde Elke Lütjen-Drecoll unter anderem mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Künste, vom Alcon Research Institute in Fort Worth, Texas/USA mit dem international höchstdotierten Preis in der ophthalmologischen Wissenschaft, mit dem renommierten Helen-Keller-Prize for Vision Research und mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg amtierte von 2006 bis 2008 als Vizepräsident der Akademienunion. Er ist außerdem seit 2003 Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und hatte bis zu seiner Emeritierung eine Professur für Politikwissenschaft an der Universität Mannheim inne. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die politikwissenschaftliche Demokratieforschung, die Geschichte des politischen Denkens und die Zeitgeschichte. Im Jahr 2000 erschien sein Buch "Nach der Katastrophe. Eine Geschichte des geteilten Deutschland", das inzwischen als Standardwerk gilt. Er wurde unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, dem Schader-Preis für Sozialwissenschaften und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Ihre Ansprechpartnerin
Jana Schlütter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Union der deutschen Aka-demien der Wissenschaften, Büro Berlin, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin. Tel.: 030 / 325 98 73 72, E-Mail: schluetter@akademienunion-berlin.de. Internet: www.akademienunion.de
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.
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transregional, national
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German

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