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01/23/2009 13:45

Der deutschen Vergangenheit in Kiew auf der Spur

Peter Schnitzlein Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bayerische Staatsbibliothek

    Ukrainische Archivalien in der Bayerischen Staatsbibliothek

    Zu Beginn des Jahres 2009 konnte die Bayerische Staatsbibliothek mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen weiteren mikroverfilmten Bestand an ukrainischen Archivalien aus dem Staatsarchiv des Gebiets Kiew erwerben. Der Kaufpreis betrug knapp 27.000 Euro.

    Mehr als 90.000 Seiten umfassen die Unterlagen der Stadtverwaltung Kiew während der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1943. Darunter finden sich u.a. Dokumente zum Gesundheitswesen, zur Kultur und Erziehung, Wohnungssituation sowie zur Industrie. Der Bestand bietet außerdem Materialien zur Zwangsrekrutierung von Arbeitskräften für das Deutsche Reich und ergänzt so die bereits in der Bayerischen Staatsbibliothek vorhandenen Überlieferungen ukrainischer Zwangsarbeiter.

    Die neu erworbene Mikrofilmsammlung bereichert die vielfältigen Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek zur Geschichte der Ukraine. Die Archivalien aus diesem Land decken vor allem die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ab, beispielsweise mit Unterlagen über die jüdische Emigration oder den Akten der Kommunistischen Partei der Ukraine zur großen Hungersnot Anfang der 1930er Jahre ("Holodomor").
    In Verbindung mit amerikanischen und britischen mikroverfilmten Archivalien zu Osteuropa sowie Büchern und Zeitschriften aus und über diese Zeit bietet die Bayerische Staatsbibliothek Wissenschaftlern und der interessierten Öffentlichkeit Forschungs- und Informationsmöglichkeiten wie keine andere Institution weltweit.

    Über die Bayerische Staatsbibliothek:
    Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V., ist eine der bedeutendsten europäischen Universalbibliotheken und genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Gemeinsam mit anderen Bibliotheken bildet sie die virtuelle Nationalbibliothek Deutschlands. Mit knapp zehn Millionen Bänden, rund 50.000 laufenden Zeitschriften in gedruckter und elektronischer Form und über 90.000 Handschriften gehört die Bayerische Staatsbibliothek zu den bedeutendsten Wissenszentren der Welt.

    Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:
    Dr. Freddy Litten
    Bayerische Staatsbibliothek
    Abteilung Bestandsaufbau und Erschließung
    Tel.: +49 (0) 89/28 638 2331
    E-Mail: freddy.litten@bsb-muenchen.de


    More information:

    http://www.bsb-muenchen.de/mikro/litten.htm


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    Criteria of this press release:
    History / archaeology, Social studies
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Transfer of Science or Research
    German


     

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