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02/25/2009 09:53

nachgedacht: 60 Jahre Grundgesetz

Dr. Annette Wiesheu Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften in Hamburg

    Die Initiative "nachgedacht. Geisteswissenschaften in Hamburg" lädt ab dem 24. März 2009 zu einer Veranstaltungsreihe über das Grundgesetz ein. An fünf Abenden thematisieren Vorträge und Gesprächsrunden die juristischen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen des Grundgesetzes sowie seine künstlerische Rezeption. Die Veranstaltungen finden in der Bucerius Law School statt (Moot Court, Jungiusstraße 6, Hamburg) und beginnen jeweils um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen auf http://www.nachgedacht-hamburg.de

    Anlass für die Veranstaltungsreihe sind die drei Verfassungsjubiläen des Jahres 2009: Vor 160 Jahren verabschiedete die Frankfurter Nationalversammlung die erste demokratische Verfassung des Deutschen Reiches, vor 90 Jahren trat die Weimarer Reichsverfassung in Kraft und vor 60 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet.

    Der historische Ort des Grundgesetzes ist Thema des ersten Abends (24. März) mit dem Berliner Historiker Prof. Heinrich August Winkler und Spiegel-Redakteur Klaus Wiegrefe. Das Spannungsverhältnis von Verfassung und Politik steht im Mittelpunkt der Veranstaltung am 7. April, bei der der Staatsrechtler Prof. Christoph Möllers und der Politikwissenschaftler Prof. Hans Vorländer zu Wort kommen. An den beiden folgenden Abenden werden Fragen der Auslegung des Grundgesetzes anhand von zwei prominenten Beispielen erörtert: Prof. Wolfgang Hoffmann-Riem, Bundesverfassungsrichter a. D., und Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut, sprechen über die Freiheit der Rede und der Medien und richten dabei ein besonderes Augenmerk auf die Rolle des Bundesverfassungsgerichts bei der Entwicklung der Medienordnung (21. April). Die Freiheit der Kunst und ihre Grenzen unter der Geltung des Grundgesetzes diskutieren am 5. Mai Jan Philipp Reemtsma und der Hamburger Rechtsanwalt Joachim Kersten. Der letzte Abend (19. Mai) ist der Kunst als Ort der Demokratie gewidmet: Der Konzeptkünstler Jochen Gerz stellt sein Werk "Platz der Grundrechte" vor und spricht mit dem Soziologen Hermann Pfütze darüber, ob und wie Kunst demokratisches Bewusstsein visualisieren und schärfen kann.

    Die Reihe wird veranstaltet von der Initiative "nachgedacht. Geisteswissenschaften in Hamburg", einem losen Arbeitsverbund verschiedener Hamburger Einrichtungen. Hervorgegangen aus Aktivitäten zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007, will sie mit gemeinsamen Veranstaltungen die Neugier auf Fragen rund um Verstand, Moral, Schrift, Sprache und Kultur wecken.

    An der aktuellen Reihe beteiligen sich:

    Akademie der Wissenschaften in Hamburg
    Bucerius Law School
    Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
    Hamburger Institut für Sozialforschung
    Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung
    Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
    ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

    Termine, Themen, Referenten

    Dienstag, 24. März 2009
    Weimar, Bonn, Berlin - zum historischen Ort des Grundgesetzes
    Mit Prof. Dr. Heinrich August Winkler, Humboldt-Universität zu Berlin, und Dr. Klaus Wiegrefe, Der Spiegel

    Dienstag, 7. April 2009
    Verfassung und Politik - ein Spannungsverhältnis
    Mit Prof. Dr. Christoph Möllers, Georg-August-Universität Göttingen,
    Prof. Dr. Hans Vorländer, Technische Universität Dresden, und Stefan Detjen, Deutschlandfunk (Moderation)

    Dienstag, 21. April 2009
    Zwischen Bedrohen und Bewahren: Der Staat und die Freiheit der Kommunikation
    Mit Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Richter des Bundesversfassungsgerichts a.D., und Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut

    Dienstag, 5. Mai 2009
    Das Grundgesetz und die Freiheit der Kunst - die Geschichte einer Behinderung?
    Mit Dr. Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung (Moderation), RA Joachim Kersten, Hamburg,
    Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Institut für Sozialforschung

    Dienstag, 19. Mai 2009
    "Kunst als Ort der Demokratie" oder Eine Verfassung visualisieren
    Mit Jochen Gerz, Konzeptkünstler, Irland, und Prof. Dr. Hermann Pfütze, Soziologe, Berlin

    Die Reihe wird unterstützt von NDR info.

    Kontakt:

    Dr. Annette Wiesheu, Akademie der Wissenschaften in Hamburg
    Tel. 040/42 94 86 69-20, E-Mail: annette.wiesheu@awhamburg.de

    Klaus Weber, Bucerius Law School
    Tel. 040/307 06-127, E-Mail: klaus.weber@law-school.de

    www.nachgedacht-hamburg.de


    More information:

    http://www.nachgedacht-hamburg.de


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    Criteria of this press release:
    History / archaeology, Politics, Social studies
    regional
    Scientific conferences
    German


     

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