Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die ersten vier Alexander von Humboldt-Professoren des Jahres 2009 ausgewählt. Erstmals sind die Geistes- und Sozialwissenschaften vertreten.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die ersten vier Alexander von Humboldt-Professoren des Jahres 2009 ausgewählt. Ein Altphilologe, ein Mathematiker, ein Quantenphysiker und ein Wirtschaftswissenschaftler erhalten den mit bis zu fünf Millionen Euro dotierten internationalen Preis für Forschung in Deutschland, der aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wird.
Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen fünf Jahre lang zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen.
Die vier ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:
Der Wirtschaftswissenschaftler Gerard J. van den Berg (47) von der Freien Universität Amsterdam soll künftig an der Universität Mannheim forschen.
Der Altphilologe Philip van der Eijk (46), der zurzeit an der Universität Newcastle in Großbritannien forscht, soll künftig an der Humboldt-Universität Berlin arbeiten.
Der Mathematiker Marc Levine (56) von der Northeastern University, Boston, USA, soll an die Universität Duisburg-Essen kommen.
Der Quantenphysiker Mikhail Lukin (37) soll von der Harvard University, Cambridge, USA, an die Technische Universität München wechseln.
"Bis zu fünf Millionen Euro für einen Wissenschaftspreis sind nicht nur ein mutiges wissenschaftspolitisches Signal, sondern vor allem eine entschlossene Zukunftsinvestition - auch und gerade angesichts der weltweiten Finanzkrise. Wir investieren in herausragende Forscherpersönlichkeiten, ihre Ideen und in kluge Universitätskonzepte. Die Dividende stärkt den internationalen Forschungsstandort Deutschland", so Professor Helmut Schwarz, der Präsident der Humboldt-Stiftung.
"Ich freue mich sehr, dass die aktuellen Preisträger aus so unterschiedlichen Fachrichtungen kommen. Dies verdeutlicht die breite Wirkung unseres Forscherpreises", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag anlässlich der Auswahl. "Die Alexander von Humboldt-Professur erlaubt es den Hochschulen, Spitzenkräfte zu rekrutieren, die ihrerseits exzellente Kollegen nach sich ziehen. Für den Wissenschaftsstandort Deutschland bedeutet dies einen großartigen Gewinn und verspricht einen wichtigen Internationalisierungs- und Modernisierungsschub."
Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über 20 Anträge zu entscheiden. Nominiert waren zwei Frauen und 18 Männer, darunter acht Deutsche und zwölf Ausländer. Von den 20 Kandidaten arbeiten derzeit zehn in den USA, vier in Großbritannien sowie je einer in Italien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Polen und der Russischen Föderation. Zwölf Nominierungen kamen aus den Naturwissenschaften, sieben aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie eine aus den Ingenieurwissenschaften.
Im Gegensatz zur ersten Runde konnten sich diesmal auch die Geistes- und Sozialwissenschaften in der Konkurrenz durchsetzen. Wie schon im letzten Jahr können auch 2009 insgesamt zehn Preise vergeben werden. Die weiteren Preisträger werden in den kommenden Auswahlrunden im Sommer und Herbst ausgewählt.
Weitere Informationen sowie Kurzporträts der Preisträger finden Sie unter http://www.humboldt-foundation.de/presse
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Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 41 Nobelpreisträger.
http://www.humboldt-foundation.de/web/32372.html - Pressedossier zum Thema Alexander von Humboldt-Professur
Criteria of this press release:
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transregional, national
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