"Sola ratione" - eine internationale Fachtagung zu Anselm von Canterbury und seiner rationalen Rekonstruktion des Glaubens findet vom 2. bis 4. April in Würzburg statt. Die Synthese von Glauben und Vernunft gehört zu den zentralen Leistungen mittelalterlicher Theologie. Ihr Begründer ist der Theologe und Philosoph Anselm von Canterbury, dessen 900. Todestag den äußeren Anlass für die Tagung gibt.
Anselm von Canterbury, auch "Vater der Scholastik" genannt, hat mit seinem Konzept "sola ratione" die Bedeutung der Rationalität für den Glauben maßgeblich grundgelegt. Angesichts der heutigen Suche nach einer neuen Zuordnung von Glaube und Vernunft ist eine Auseinandersetzung mit ihm nicht nur von historischer Bedeutung, sondern auch von systematischem Gewicht.
In insgesamt zwölf Vorträgen gibt die Fachtagung einen Überblick über die zentralen Schriften Anselms von Canterbury. Sie verfolgt dabei seine Methode des "sola ratione" als Grundkonstante seines Denkens, die alle seine Werke durchzieht. Zugleich soll die Tagung auf die Akutalität dieses Denkens aufmerksam machen, gerade auch für die gegenwärtige Debatte um das Verhältnis von Glauben und Vernunft.
So startet die Tagung am 2. April gegen 14.30 Uhr mit einem Vortrag von Professor Mechthild Dreyer (Mainz) über Anselms Auffassungen zum Verhältnis von Glauben, Lebenspraxis und Erkenntnis. Stephan Ernst, Professor für Moraltheologie an der katholisch-Theologischen Fakultät Würzburg, spricht am 4. April von 9 Uhr an über "Anselms Lehre von der Ursünde in seiner Schrift "De casu diaboli". Beschlossen wird der wissenschaftliche Austausch am Samstag mit einem Vortrag von Professor Gäde aus Rom: "Wie erlösungsbedürftig ist der Mensch und was kostet die Erlösung? Anselm nachdenken."
Die Tagung wird von Prof. Dr. Stephan Ernst und Dr. Thomas Franz (Studienleiter "Theologie im Fernkurs", Katholische Akademie Domschule) veranstaltet. Sie beginnt am Donnerstag um 14 Uhr und findet am Lehrstuhl für Moraltheologie des Instituts für Systematische Theologie am Paradeplatz 4 in Würzburg statt.
Kontakt: Professor Stephan Ernst, E-Mail: stephan.ernst@uni-wuerzburg.de
Criteria of this press release:
Philosophy / ethics, Religion
transregional, national
Scientific conferences
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).