Als einer der ersten Wissenschaftler weltweit demonstrierte der Bochumer Laserforscher Prof. Dr. Andreas Ostendorf, dass sich im Bereich unter 100 Nanometer (Milliardstel Meter) Strukturen mit Hilfe von Laserimpulsen herstellen lassen. Die möglichen Anwendungen des Verfahrens sind äußerst vielfältig, sie reichen von der Biomedizin bis zur Herstellung neuer Halbleiter. Für seine herausragenden Forschungsleistungen ehrt die internationale Gesellschaft für Optik und Photonik, SPIE, den RUB-Maschinenbauer mit dem Titel eines "Fellow".
Bochum, 23.04.2009
Nr. 122
Von der Solarzelle bis zum Innenohr-Implantat
Bochumer Laserforscher zum "Fellow" ernannt
Vielseitiger Laser: Strukturen im Milliardstel-Meter-Bereich
Als einer der ersten Wissenschaftler weltweit demonstrierte der Bochumer Laserforscher Prof. Dr. Andreas Ostendorf, dass sich im Bereich unter 100 Nanometer (Milliardstel Meter) Strukturen mit Hilfe von Laserimpulsen herstellen lassen. Die möglichen Anwendungen des Verfahrens sind äußerst vielfältig, sie reichen von der Biomedizin bis zur Herstellung neuer Halbleiter. Für seine herausragenden Forschungsleistungen ehrt die internationale Gesellschaft für Optik und Photonik, SPIE, den RUB-Maschinenbauer mit dem Titel eines "Fellow". SPIE hat insgesamt mehr als 17.000 Mitglieder aus 138 Nationen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1955 hat die Gesellschaft 600 Wissenschaftler mit dem Ehrentitel Fellow ausgezeichnet.
Mit Wechselwirkungen zu "Alleskönnern"
Theoretisch und experimentell erforscht Prof. Ostendorf die Materialbearbeitung mit Lasern auf der Mikro- und vor allem der Nanoskala. "Mit seinen zukunftsweisenden Versuchen hat er zahlreiche Beiträge zu Wechselwirkungsphänomenen von kurzen und ultrakurzen Laserpulsen mit unterschiedlichen Materialien erarbeitet", heißt es in der Begründung von SPIE zur Verleihung des Titels Fellow. Gleich auf zwei Arten konnte Prof. Ostendorf Strukturen unter 100 nm herstellen: sowohl durch so genannte Abtragsgitter als auch durch die Verkettung von maßgeschneiderten Kunststoffmolekülen (Zwei-Photonen-Polymerisation). Im Ergebnis sind diese Verfahren wahre "Alleskönner": Damit kann man zum Beispiel die Elektroden in Innenohr-Implantaten hoch genau strukturieren. Sie lassen sich aber auch anwenden in der biomedizinischen Wirkstoff-Freisetzung und in der Krebstherapie, in der Produktion von Solarzellen und neuen Halbleitern.
Zur Person: Prof. Ostendorf
Mit seinem Schwerpunkt Laseranwendungstechnik verstärkt Prof. Dr.-Ing. Andreas Ostendorf seit Oktober 2008 die Fakultät für Maschinenbau. Unter anderem erforscht er mit Femtosekunden-Laserpulsen neue Anwendungen in der Mikro- und Nanotechnik sowie in der Biomedizintechnik. Andreas Ostendorf studierte von 1989 bis 1994 Elektrotechnik in Hannover. 1995 kam er an das Laser-Zentrum Hannover, dem er seitdem in verschiedenen Funktionen angehörte; zuletzt war er Vorstandssprecher des Zentrums. Prof. Ostendorf ist zudem an mehreren Sonderforschungsbereichen (SFB) und Forschergruppen beteiligt. Dazu zählen der SFB/TR 37 "Mikro- und Nanosysteme in der Medizin - Rekonstruktion biologischer Funktionen" und der SFB 675 "Erzeugung hochfester metallischer Strukturen und Verbindungen durch gezieltes Einstellen lokaler Eigenschaften". Im Herbst 2008 wurde er vom renommierten Laser Institute of America (LIA) zum Fellow ernannt.
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Andreas Ostendorf, Lehrstuhl für Laseranwendungstechnik, Fakultät für Maschinenbau der RUB, Tel. 0234/32-25233, -23392, E-Mail: andreas.ostendorf@rub.de
Redaktion: Jens Wylkop
Prof. Andreas Ostendorf
Source: Foto: Damian Gorczany
Criteria of this press release:
Electrical engineering, Materials sciences, Mechanical engineering
transregional, national
Personnel announcements
German

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