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04/24/2009 08:11

Die Universität Zürich verstärkt ihr Fundraising

Beat Müller Kommunikation
Universität Zürich

    Die Universität Zürich wird in den nächsten Jahren ihr Fundraising verstärken, um zusätzliche Gelder für Lehre und Forschung einzuwerben. Dank Drittmitteln möglich wurden jetzt die neue Mercator-Professur für sozialwissenschaftliche Japanologie, die Sigi-Feigel-Gastprofessur, ein Supercomputer und das Haus der Alumni-Organisation der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, wie Rektor Prof. Andreas Fischer an der Jahresmedienkonferenz bekannt gab.

    Die Universität Zürich ist eine staatliche Institution, die zu einem grossen Teil durch Beiträge des Kantons Zürich, des Bundes sowie der übrigen Kantone finanziert wird. Um national und international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die UZH jedoch zusätzliche Finanzierungsquellen erschliessen. Die UZH sucht deshalb verstärkt Partnerschaften mit Unternehmen, Stiftungen, Organisationen und Privatpersonen, wie Rektor Prof. Andreas Fischer an der Jahresmedienkonferenz ausführte. Mit den zusätzlichen Finanzmitteln sollen gezielt zukunftsweisende Projekte unterstützt werden, dank denen die UZH weiterhin auf höchstem Niveau Forschung und Lehre betreiben kann. Wie unterschiedlich die eingeworbenen Finanzen eingesetzt werden können, erläuterte Rektor Prof. Andreas Fischer an vier Projekten. Die Stiftung Mercator Schweiz beispielsweise finanziert während sechs Jahren einen neuen Lehrstuhl für sozialwissenschaftliche Japanologie. Damit unterstützt sie den Aufbau eines "Zentrums für Ostasienstudien" und fördert den strategischen Schwerpunkt Ostasienwissenschaften der UZH.

    Spenden, Sponsoring und Fördermittel von Stiftungen können zweckbestimmt für konkrete Forschungsbereiche oder wissenschaftliche Projekte erfolgen. Eine Einflussnahme auf die Forschungs- und Lehrinhalte oder die Forschungsergebnisse ist aber nicht möglich. So wird der neue Lehrstuhl auch nach den Bedingungen der Universität ausgeschrieben und ist gegenüber dem Partner Stiftung Mercator Schweiz unabhängig.

    Die Freiheit von Lehre und Forschung ist auch bei der neuen Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien gewährleistet, die von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus und der Gesellschaft Minderheiten Schweiz finanziert wird. Die "Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien" wird ab 2010 jeweils auf das Frühjahrssemester hin für die Dauer von vier bis fünf Monaten besetzt. Finanziert wird sie während mindestens drei Jahren.

    Dank Fundraising kann die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät (MNF) im Spätsommer einen neuen High Performance Computing Cluster (HPC) in Betrieb nehmen. Auf der weltweiten Rangliste der schnellsten 500 Supercomputer wird der 50 TeraFLOPS starke Hochleistungsrechner unter den ersten 50 rangieren. Unterstützt wird die Anschaffung durch zwei private Stiftungen - die Baugarten Stiftung und die Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung.

    Die Bedeutung der Alumni für das Fundraising an der UZH zeigt das vierte Beispiel: Das Haus der Alumni-Organisation der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Sophienstrasse 1 in Zürich. Das von Sponsoren und Gönnern finanzierte Haus dient als Plattform für den wissenschaftlichen Austausch und als Begegnungsstätte für Zürcher und internationale Studierende, Dozierende und Alumni. Gleichzeitig bietet es in 16 Zimmern Wohnraum für ausländische Studierende an günstiger Lage in der Nähe der Universität.

    Wie Rektor Prof. Fischer ankündigte, wird die UZH in den nächsten vier Jahren die Fundraisingstelle an der Universität auf- und ausbauen, um die Fundraisinggelder kontinuierlich zu erhöhen. Bereits heute tragen Drittmittel von Wirtschaft und Privaten 76,4 Millionen Franken zum Milliarden-Budget der UZH bei, was einem Anteil von 7 Prozent entspricht.

    Erfolgreich beim Einwerben von Drittmitteln waren auch die Forschenden. Wie Finanzdirektor Stefan Schnyder erläuterte, haben sie im Jahr 2008 von den kompetitiv vergebenen Forschungsgeldern des Schweizerischen Nationalfonds 7,6 Millionen Franken mehr und von internationalen Forschungsförderungsprogrammen 2,2 Millionen Franken mehr als im Vorjahr eingeworben. Deutlich höher sind auch der Staatsbeitrag, die Bundesbeiträge und die Erträge aus Dienstleistungen ausgefallen.

    Kontakte:

    Prof. Dr. Andreas Fischer, Rektor Universität Zürich
    Tel. +41 44 634 22 11
    E-Mail: rektor@uzh.ch

    Stefan Schnyder, Direktor Finanzen
    Tel. +41 44 634 23 30
    E-Mail: stefan.schnyder@vd.uzh.ch


    More information:

    http://www.mediadesk.uzh.ch - Referate


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Cooperation agreements, Science policy
    German


     

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