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04/29/2009 13:49

HRK-Präsidentin zu den Ergebnissen der Bologna-Ministerkonferenz in Leuven

Susanne Schilden Pressestelle
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

    "Die Ministerkonferenz in Leuven hat sehr deutlich gemacht: Wenn Europa die gegenwärtige Wirtschaftskrise mit nachhaltigem Erfolg überwinden soll, sind Investitionen in die exzellente Ausbildung der jungen Menschen wichtiger als alles andere. Das ist eine Selbstverpflichtung aller Teilnehmerstaaten, in Studienqualität zu investieren." Dies erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Prof. Dr. Margret Wintermantel, die an der Konferenz als Gast teilgenommen hatte, heute in Leuven. Und weiter:

    "Die Abschlusserklärung der Konferenz macht klar, wie wichtig eine qualitativ hochwertige Hochschulbildung als Motor der sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung in Europa ist.
    Die Hochschulen nehmen ihre Verantwortung sehr ernst, den jungen Leuten durch hochwertige Studienangebote die bestmöglichen Karrierechancen zu bieten. Doch sie brauchen die entschiedene und verlässliche Unterstützung der Politik.

    Leuven war eine offene, realistische Bestandsaufnahme des Bologna-Prozesses. Viele Probleme sind in den 46 Mitgliedsstaaten ähnlich:

    Es müssen noch etliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, um die angestrebte Mobilität wirklich zu erreichen. Da sind die Hochschulen bei der Gestaltung der Studienprogramme und der Anerkennungspraxis in der Pflicht. In Deutschland muss der Staat etwa beim Auslands-BAföG, bei der Altersversorgung mobiler Wissenschaftlern und beim Aufenthaltsrecht nachbessern. Wir brauchen da endlich ressortübergreifende Strategien.

    Die Lehre muss den einzelnen Studierenden noch viel konsequenter in den Mittelpunkt stellen, wie es die Philosophie von Bologna ist. Das fordert die Verantwortlichen in den Hochschulen, aber auch Einsicht und Handeln der Finanzpolitiker. Ohne genügend Personal und Räume geht es nicht.

    Die Bologna-Struktur ermöglicht eine flexible Studiengestaltung mit individuell gestalteter Kombination von Bachelorstudium, Masterphase und Berufstätigkeit. Dem entspricht die Struktur des Studienangebots noch längst nicht überall und die Studierenden haben das Potential für sich noch nicht wirklich entdeckt.

    Das Fazit der Leuven-Konferenz: Die Studienreform endet nicht 2010. Wir haben mit der Reform Vieles verbessern können, aber bei weitem noch nicht alles Angestrebte erreicht. Die noch notwendigen Anstrengungen aber lohnen sich im Sinne aller."


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    transregional, national
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