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05/04/2009 16:02

Fußballroboter kicken wieder für Freiburg

Rudolf-Werner Dreier Kommunikation und Presse
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

    Gemeinsames Team der Universitäten Osnabrück und Freiburg holt Titel

    Seit April sind an der Universität Freiburg wieder Fußballroboter zuhause. Mit Prof. Dr. Martin Riedmiller, der von der Universität Osnabrück an die Technische Fakultät der Universität Freiburg wechselte, führt ein erfahrener Neuroinformatiker die Fußballcrew. Mitgenommen hat er ein erfolgreiches Team, das beim diesjährigen Wettbewerb "German Open 2009" in Hannover erneut überzeugte.

    Die Fußballroboter wurden Deutscher Meister in der Simulationsliga und erkämpften sich einen zweiten Platz in der "Middle Size Liga", bei der Roboter bis zu einer Größe von 50 Zentimetern dem Ball hinterher jagen. "Das ist ein hervorragendes Ergebnis nach einer Woche Roboterfußballkick während der Hannover Messe 2009", so Riedmiller, der mit seiner Mannschaft für die Universitäten Osnabrück und Freiburg antrat.

    In der Simulationsliga, bei der auf einem virtuellen Fußballfeld zwei Mannschaften mit jeweils elf Spielern gegeneinander antreten, wurde im Finale die TU Berlin mit 4:0 bezwungen. Das Team der "Middle Size Liga" trat dieses Jahr dagegen mit gedämpften Erwartungen an. Die bisherigen Roboter, Weltmeister 2006 und 2007, sind inzwischen "in die Jahre gekommen" und können mit den Robotern der anderen Teams technisch nicht mehr mithalten. In Zusammenarbeit mit der Firma Harting (Espelkamp) wurde ein komplett neuer Roboter konzipiert, der bei diesem Turnier Premiere hatte.
    "Erfahrungsgemäß treten bei einer solchen Neukonstruktion viele Probleme auf, bis alle Komponenten von der Mechanik über die Elektronik bis hin zur Software wieder reibungslos aufeinander abgestimmt sind", erläutert Riedmiller. Doch bekam seine Arbeitsgruppe die Probleme schnell in den Griff. So waren die zwei neuen Roboter im Team letztlich eine wertvolle Stütze beim guten Abschneiden. Im Halbfinale konnten die Roboter der TU Eindhoven mit 1:0 besiegt werden. Im Finale gewannen die Stuttgarter mit 4:0 und verwiesen die Mannschaft aus Osnabrück und Freiburg auf den zweiten Platz.

    Die Arbeitsgruppe von Prof. Riedmiller konnte in der Vergangenheit bereits mehrere Titel gewinnen und beschreitet nun mit einem offenen Konzept neue Wege. "Wir wollen unseren Roboter so intelligent, lernfähig und flexibel machen, dass er sich auch problemlos in andere Mannschaften einfügen kann - oder allgemeiner: mit neuen Situationen zurechtkommt. Damit können wir einen wichtigen Beitrag in Richtung lernfähiger autonomer Robotersysteme leisten", so Riedmiller. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), wobei die Fördersumme vollständig den Universitäten zugute kommt. Die Firma Harting leistet ihren Beitrag komplett aus eigenem Engagement.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Martin Riedmiller
    Technische Fakultät
    AG Maschinelles Lernen
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-8158
    E-Mail: riedmiller@informatik.uni-freiburg.de


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