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05/12/2009 17:38

Hochschule Pforzheim: Keine Kurzarbeit in der Forschung

Sabine Laartz Pressestelle
Hochschule Pforzheim

    Die Hochschule Pforzheim verstärkt ihre Anstrengungen im Bereich der angewandten Forschung. Bei der diesjährigen Förderrunde des Bundesforschungsministeriums - FHProfund - erzielten die Pforzheimer Wissenschaftler einen großen Erfolg: Gleich zwei Anträge erhielten Traumbewertungen und werden ab Mitte des Jahres 2009 finanziell gefördert.

    Die Projekte wurden von den Professoren Nobert Jost und Friedemann Mohr im vergangenen Herbst beantragt und werden Laufzeiten von 2 bis 3 Jahren haben. Aus den Drittmitteln von ca. 170.000 Euro bzw. 260.000 Euro können junge Nachwuchsforscher und die erforderliche technische Ausstattung finanziert werden. Dabei ist auch geplant, dass im Rahmen der Forschungsarbeiten Doktorarbeiten erstellt werden.
    Das Projekt "OptiFahr" von Professor Jost beschäftigt sich mit der Verbesserung der stromführenden Hängerseile in Oberleitungen elektrischer Bahnen, die ständig hochdynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Dabei sollen sowohl die Lebensdauer und die Zuverlässigkeit der Seile als auch ihre Leitfähigkeit mittels Werkstoff- und Gefügeoptimierung erhöht werden. Die Leitfähigkeit hat großen Einfluss auf die Energieverluste solcher Oberleitungen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Betriebssicherheit und der Wirtschaftlichkeit von Bahnstrecken geleistet werden. An dem Projekt sind als Kooperationspartner ein Hersteller von Bahnleitmaterial sowie die TU Bergakademie Freiberg beteiligt.
    Im Mittelpunkt des zweiten Projekts unter Leitung von Professor Mohr steht die Erarbeitung einer praxistauglichen Lösung des Bauwerkmonitorings mit Hilfe optischer Messmethoden. Dabei sollen die heute üblichen großen Prüfintervalle nicht nur verkürzt, sondern zu einem kontinuierlichen Überwachungsprozess umgestaltet werden. Im Gegensatz zu periodischen Inspektionen soll ein solches kontinuierliches Monitoring einen entscheidenden Beitrag leisten zu Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Bauwerken und eine Rückkopplungsmöglichkeit für Planung und Entwurf bieten. Als Kooperationspartner sind ein großes Bauunternehmen und die Institute für Bauphysik und Optische Nachrichtentechnik der Uni Darmstadt beteiligt.
    Der Direktor des Instituts für Angewandte Forschung, Professor Mario Schmidt, blickt deshalb zuversichtlich in die Zukunft. Es gelinge immer mehr, das innovative Potenzial der Hochschule in Forschungsprojekte umzusetzen und mit der Wirtschaft zu kooperieren. Auf das vergangene Jahr könne man stolz sein. 2008 erzielte das IAF sein bislang größtes Drittmittelaufkommen mit knapp 1,6 Millionen Euro - und das bei nur etwa einem Dutzend forschungsaktiver Professoren. Auch der wissenschaftliche "Output" stimme: Die Professoren und Mitarbeiter der Hochschule können 2008 auf über 260 wissenschaftliche Fachveröffentlichungen verweisen.


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    Prof. Dr. Mario Schmidt, Direktor des IAF, und Prof. Dr. Friedemann Mohr, Studiengang Elektrotechnik
    Prof. Dr. Mario Schmidt, Direktor des IAF, und Prof. Dr. Friedemann Mohr, Studiengang Elektrotechnik

    Prof. Dr. Nobert Jost, Studiengang Maschinenbau
    Prof. Dr. Nobert Jost, Studiengang Maschinenbau


    Criteria of this press release:
    Construction / architecture, Electrical engineering, Information technology, Mechanical engineering
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


     

    Prof. Dr. Mario Schmidt, Direktor des IAF, und Prof. Dr. Friedemann Mohr, Studiengang Elektrotechnik


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