Das Zentrum Interkulturelle Kompetenz der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften führt ab September 2009 erstmalig einen neuen, innovativen Zertifikatslehrgang durch, den CAS (Certificate of Advanced Studies) "Religiöse Begleitung im interkulturellen Kontext". Er entstand auf Initiative des Kantons St. Gallen und wird unterstützt durch das Kompetenzzentrum Integration, Gleichstellung und Projekte des Kantons St. Gallen sowie durch den Integrationskredit des Bundesamts für Migration. Damit wird erstmals eine Ausbildung für Imame in der Schweiz angeboten.
Der neue Zertifikatslehrgang antwortet auf einen bundesweit festgestellten Bedarf: Wie können Vertreter unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse, insbesondere Imame und andere Führungspersonen der islamischen Gemeinden, in der Schweiz eine integrative Betreuung leisten, die das interkulturelle und religiös pluralistische Umfeld ihrer Gemeinden mit berücksichtigt und eine interreligiöse Verständigung ermöglicht? Ausser für religiöse Betreuungspersonen eignet sich der CAS auch für Lehrpersonen, die sich mit Fragen des Glaubens in der heutigen Schweiz auseinandersetzen, sowie für Pfarreiräte und in Kulturvereinen tätige Personen. Der Zertifikatslehrgang ist in Kooperation mit dem Dachverband Islamischer Organisationen (DIGO) und mit den Vertretungen der christlichen Kirchen in der Ostschweiz erarbeitet worden.
Ziel der Ausbildung
Ziel der Ausbildung ist es, einen Einblick in zentrale Glaubensinhalte und -fragen sowie deren Unterschiede im gegenwärtigen religiösen Alltag in der Schweiz zu geben. Der Zertifikatslehrgang befähigt die Teilnehmenden, die religiöse und kulturelle Diversität der Schweizer Gesellschaft als Chance des Zusammenlebens in ihrer Gemeinde zu verste-hen und zu nutzen.
Inhalte der Ausbildung
Grundlage der Ausbildung sind Einführungen in die historisch zentralen und heute wichtigen religiösen Bekenntnisse der Schweiz (Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Freikirchen). Praxisbezogene Kenntnisse der interkulturellen Kommunikation mit Blick auf Unterschiede zwischen Alltagssprache und formellen Sprechsituationen werden ebenso vermittelt wie handlungsorientierte Ansätze, Konfliktpotenzial im interkulturellen Kontext früh zu erkennen und zu bearbeiten. Zudem sind Mentorings zu Kommunikationsproblemen aus der Praxis der Teilnehmenden Bestandteil der Ausbildung. Als zentraler Leistungsnachweis wird ein interreligiöses bzw. interkulturelles Projekt in den jeweiligen Gemeinden, in denen die Teilnehmenden tätig sind, entwickelt, durchgeführt und schriftlich dokumentiert.
Erste Durchführung ab September 2009
Der Lehrgang wird vom Zentrum Interkulturelle Kompetenz des ISBB Institut für Sprache in Beruf und Bildung an der ZHAW in Winterthur durchgeführt. Die erste Durchführung ab September 2009 wird als Pilotprojekt mit Geldern des Kantons St. Gallen und des Bundes finanziell unterstützt. Eine Teilnahme an dieser Ausbildung ist daher zu besonders günstigen Konditionen möglich.
Kontakt:
ZHAW Departement Angewandte Linguistik, Prof. Dr. Christiane Hohenstein, Leiterin Zentrum Interkulturelle Kompetenz, ISBB Institut für Sprache in Beruf und Bildung, +41 58 934 62 25
E-Mail christiane.hohenstein@zhaw.ch
http://www.linguistik.zhaw.ch/de/linguistik/isbb/weiterbildung/cas-religioese-be...
Criteria of this press release:
Religion, Teaching / education
transregional, national
Studies and teaching
German

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