Mit der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft Anfang des Jahres ist der Papst und mit ihm die Katholische Kirche in die Kritik und in eine tiefe Krise geraten. Dazu bezog die Katholisch-Theologische Fakultät der RUB damals in einer Erklärung deutlich Stellung. Mit einem öffentlichen Studientag am 25.5. leisten die Bochumer Wissenschaftler einen konstruktiven Beitrag zur Debatte. Der Studientag beleuchtet das Verhältnis des Christentums zum Judentum und richtet sich an alle Interessierten.
Bochum, 19.05.2009
Nr. 152
Notwendige Kontroversen
Christentum und Judentum: Wo steht die Katholische Kirche?
Öffentlicher Studientag an der RUB zum Streit um die Piusbrüder
Mit der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft Anfang des Jahres ist der Papst und mit ihm die Katholische Kirche in die Kritik und in eine tiefe Krise geraten. Dazu bezog die Katholisch-Theologische Fakultät der RUB damals in einer Erklärung deutlich Stellung. Zugleich kündigten die Bochumer Wissenschaftler für dieses Sommersemester einen Studientag an, um das Verhältnis des Christentums zum Judentum näher zu beleuchten und einen konstruktiven Beitrag zur Debatte zu leisten. Der öffentliche Studientag findet nun statt am kommenden Montag, 25. Mai ab 10.15 Uhr im Raum GA 03/149. Mit einer Mischung aus Vorträgen, Diskussionen und Seminaren richtet er sich an alle Interessierten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Programm im Internet
Das ausführliche Programm des Studientags und die Erklärung der Bochumer Fakultät vom 2. Februar dieses Jahres stehen im Internet unter
http://www.rub.de/kath-theol-fak/aktuelles.htm
Vielfältiges Programm rund um Nostra Aetate
Unter dem Titel "Christentum und Judentum - wo steht die Katholische Kirche?" geht es auf dem Studientag um das zentrale Dokument des zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der Katholischen Kirche zum Judentum - "Nostra Aetate". So beleuchtet der Bochumer Fundamentaltheologe Prof. Markus Knapp die "Schwierige Geburt" des Dokuments auf dem Konzil, während Prof. Daniel Krochmalnik von der Jüdischen Hochschule Heidelberg Nostra Aetate aus der Perspektive der jüdischen Lektüre vorstellt. In seiner Begrüßung fasst Dekan Prof. Joachim Wiemeyer noch einmal die "Notwendigen Kontroversen" zusammen: "Die Fakultäten im Streit um die Piusbrüder". Es sei bemerkenswert und erfreulich, dass man einen jüdischen Theologen als Referenten gewinnen konnte und dass sich auch die Evangelisch-Theologische Fakultät der RUB an dem Studientag beteilige, so Prof. Wiemeyer. Der Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät der RUB, Prof. Traugott Jähnichen, steuert in seinem Vortrag "Protestantische Anmerkungen zu Nostra Aetate" bei. Der Studientag endet am Nachmittag mit zwei parallel stattfindenden Seminaren über die Karfreitagsfürbitte ("Lasst uns auch beten für die Juden") und über die christliche Israel-Theologie nach der Shoa.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Joachim Wiemeyer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der RUB und Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre, Tel. 0234/32-22615, E-Mail: joachim.wiemeyer@rub.de
Redaktion: Jens Wylkop
Criteria of this press release:
History / archaeology, Politics, Religion, Social studies
regional
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German

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