Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation kooperiert dabei mit Klinik Hochried in Murnau bei München - Deutsche Rentenversicherung fördert Projekt mit knapp 300.000 Euro
Das Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) der Universität Bremen hat jetzt ein dreijähriges Modellprojekt zur Förderung entwicklungsauffälliger Kinder im Vorschulalter gestartet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Petermann und Prof. Dr. Ulrike Petermann führen die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Klinik Hochried in Murnau bei München (Leitung und Chefarzt: Dr. Hermann Mayer) ein neu entwickeltes Elterntraining durch. Ziel ist es, dass Mütter und Väter nach dem Klinikaufenthalt die sprachlichen, sozial-emotionalen, motorischen und kognitiven Fertigkeiten ihrer Kinder im alltäglichen Umgang zu Hause weiter unterstützen und fördern können. Nach erfolgreichem Abschluss des Modellprojektes soll das Elterntraining als Standard-Rehabilitationsangebot in der Klinik Hochried aufgenommen werden. Das Projekt wird von der Deutschen Rentenversicherung mit einer Summe von knapp 300.000 Euro gefördert.
In der sechswöchigen Rehabilitationsmaßnahme werden die Mütter in kleinen Gruppen geschult. Dabei geht es nicht darum, spezifische Förderungen zum Beispiel in Form von Übungen mit den Kindern durchzuführen. Vielmehr steht im Zentrum des Elterntrainings die Erziehungs- und Förderkompetenz der Eltern im alltäglichen Umgang mit ihren entwicklungsauffälligen Kindern. "Eltern können zum Beispiel die Sprache ihres Kindes beim gemeinsamen Lesen von Geschichten fördern oder die Motorik beim gemeinsamen Ballspielen auf dem Spielplatz", erklärt Professor Ulrike Petermann. Auch werden im Elterntraining spezifische Alltagssituationen thematisiert, um Erziehungsprobleme zu lösen. Unter anderem dienen Videoaufnahmen zur Reflektion und Optimierung des Verhaltens der Eltern im Umgang mit ihren entwicklungsauffälligen Kindern.
Ausführliche wissenschaftliche Evaluation
Um die spezifischen Effekte des neuen Elterntrainings aufzuzeigen, führen die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ausführliche wissenschaftliche Evaluation durch. Dabei vergleichen sie zwei Gruppen von Kindern. Die erste wird im Jahr 2009 in der üblichen Weise gefördert, wie dies in speziellen Angeboten für Mütter mit ihren Kindern bisher in der Klinik Hochried in Murnau erfolgt. Die zweite erhält ab 2010 das neue Rehabilitationsangebot. In beiden Gruppen werden die Mütter und Kinder im Hinblick auf den Entwicklungsstand der Kinder genauestens zu Beginn und am Ende der Rehabilitationsmaßnahme mit Hilfe von anerkannten Tests untersucht. Eine weitere Erhebung erfolgt zwölf Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme.
Weitere Informationen:
Universität Bremen
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR)
Prof. Dr. Ulrike Petermann
Telefon: 0421 218-7748
E-Mail: upetermann@uni-bremen.de
Prof. Dr. Franz Petermann
Telefon: 0421 218-4618
E-Mail: fpeterm@uni-bremen.de
Liebe Medienvertreterinnen und-vertreter,
leider ist bei den Kontaktdaten für die Presse die E-Mail-Adresse von Prof. Dr. Ulrike Petermann falsch. Sie muss lauten: upeterm@uni-bremen.de. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler und danken für Ihr Verständnis.
Criteria of this press release:
Medicine, Psychology
transregional, national
Cooperation agreements, Research projects
German

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