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05/28/2009 15:09

Ausfälle bei Studiengebühren

Katharina Kadel Geschäftsstelle
Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg

    Fehlende Planungssicherheit und hohe Ausfälle bei Studiengebühren: Rektoren fordern überlegtes Handeln des Landes

    Die Rektoren und Präsidenten der baden-württembergischen Universitäten haben sich in ihrem letzten Treffen mit der besorgniserregenden Situation der Hochschulfinanzen befasst. Grund hierfür ist der plötzliche und unvorhergesehene Einbruch bei den Studiengebühreneinnahmen, der im Wesentlichen durch die neue Geschwisterregelung verursacht wurde. Ab drei Geschwistern zahlt jetzt bereits das erste studierende Kind einer Familie keine Gebühren. Nach der alten Regelung mussten erst zwei Geschwister Gebühren zahlen, bevor das dritte befreit werden konnte.

    "Das war ein politischer Schnellschuss in der Umsetzung, bei dem die Konsequenzen für die Hochschulen nicht bedacht wurden", fasst der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, der Hohenheimer Rektor Hans-Peter Liebig, die Auffassung der Universitätsleitungen zusammen. Land und Politik hatten im Vorjahr die Hochschulen stark kritisiert, weil diese nicht alle Gebühren sofort ausgegeben hätten. "Wir haben diese Kritik aufgenommen und unsere Planungen darauf ausgerichtet, die Mittel vollständig und zügig entsprechend den gesetzlichen Vorgaben einzusetzen. Hierfür haben die Universitätsleitungen den Fakultäten und Instituten bindende Zusagen gegeben, die uns jetzt große Schwierigkeiten bereiten."

    "Nachdem das Land Druck auf die Hochschulen ausgeübt hat, keine Haushaltsreste aus den Gebühren zu bilden, ändert es die Gebührenregelung und wirft anschließend den Hochschulen mangelnde Planung vor. Das passt nicht zusammen," erläutert Hans-Peter Liebig die Kritik der Universitäten.

    Durch diese Mittelkürzung stehen zahlreiche für die Lehre dringend benötigte Mittel nicht mehr ausreichend zur Verfügung. "Die neue Regelung geht so letztlich zulasten der Ausbildung unserer Studierenden", erklärt Hans-Peter Liebig die Besorgnis der Rektoren.


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy
    German


     

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