Grenzüberschreitende Kooperation von Hochschulen ist kein Selbstzweck. Zusammenarbeit hat die grössten Erfolgschancen, wenn Studierende, Lehrende und Forscher daraus einen konkreten Nutzen ziehen, wenn die Verwaltung miteinbezogen wird und wenn Hochschulangebote sich ergänzen. Gelingt es, aus konkurrierenden Hochschulen ein solidarisches Netzwerk zu machen, so kann die Zusammenarbeit in Grenzregionen zu einem Labor für gelebtes Europa auf Hochschulebene werden. So lautet eine der Schlussfolgerungen des Symposiums, mit dem die Hochschulen der "Charta Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz-Wallonien" am 4. und 5. Juni in Luxemburg das 25-jährige Bestehen dieses Hochschulverbundes gefeiert haben.
"Kooperation lässt sich nicht verordnen. Wir müssen Win-Win-Situationen identifizieren", erklärte der Rektor der Universität Luxemburg, Rolf Tarrach, in seinem Abschlusswort vor den Gästen in der Abtei Neumünster in Luxemburg-Grund. Am vielversprechendsten sei eine pragmatische Herangehensweise, bilanzierte der neue Vorsitzende der "Charta" , der Rektor der Universität Lüttich, Bernard Rentier.
Das betonten auch die Teilnehmer der vorangegangenen Podiumsdiskussion. "Zusammenarbeit wächst am besten organisch über persönliche Kontakte", meinte Jacques Sparfel, Generalsekretär der EUCOR ("Confédération des Universités du Rhin Supérieur"). Nötig seien Leitbilder und klare Ziele für die Regionen, forderte Hans Niessen, Direktor der EUREGIO Maas-Rhein. Nach Erfahrung von Bengt Streijffert von der Öresund-Universität in Dänemark ist das Vertrauen der Hochschulrektoren untereinander ein Schlüssel zu erfolgreicher Kooperation. Zudem sei es wichtig, über den gemeinsamen Wirtschaftskontakten die Bedürfnisse der Studierenden nicht zu vernachlässigen.
An der zweitägigen Konferenz, die von der Universität Luxemburg ausgerichtet wurde, nahmen rund 80 Vertreter der beteiligten Hochschulen sowie externe Interessierte teil. Die Festrede hielt der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jacques Santer. In zahlreichen Vorträgen wurden das Leitthema Hochschul-Governance und die Erfahrungen mit der Zusammenarbeit erörtert.
Die Charta besteht aus 13 Mitgliedshochschulen in den vier Ländern der Grossregion Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg. Ziel der Charta ist es, Werte der EU für Professoren, Mitarbeiter und Studierende erfahrbar zu machen und der Hochschulregion zu mehr Sichtbarkeit nach aubetaen zu verhelfen - durch intensive grenzüberschreitende Kooperation in Forschung und Lehre, Studierendenaustausch und institutionelle Zusammenarbeit, aber auch durch gemeinsame Kultur- und Sportaktionen. Mehr Infos unter www.charta-universities.eu
http://www.charta-universities.eu - Homepage des Hochschulverbundes "Charta"
http://www.uni.lu - Homepage der Universität Luxemburg
Von l. nach r.: Paul Helminger (Bürgermeister Stadt Luxemburg), Hubertus von Moor (Deutscher Botscha ...
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Cooperation agreements, Organisational matters
German

Von l. nach r.: Paul Helminger (Bürgermeister Stadt Luxemburg), Hubertus von Moor (Deutscher Botscha ...
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