Der Bochumer Germanist Prof. Dr. Benedikt Jeßing erläutert in der Bürgeruni am 29. Juni, warum er den Weimarer Klassizismus für gescheitert hält
Schillers und Goethes Bemühungen um eine ästhetische Erziehung stellen das Zentrum dessen dar, was in der Geschichtsschreibung der deutschen Literatur "Weimarer Klassik" genannt wird. Gerade bei Schiller muss die erzieherische Seite dieses Projekts bis zu seiner Rede "Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?" (1784) zurückverfolgt werden. Die durchaus politischen Implikationen seiner Schriften über das Pathetische und das Erhabene und seiner Briefe "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" setzen die in der Rede eingeschlagenen Gedanken fort. Die literarischen Projekte Goethes und Schillers zwischen 1788 und 1805 gehören in dieses Konzept, Schillers Zeitschrift "Die Horen" wie Goethes "Die Propyläen" und schließlich Goethes Weimarische Preisaufgaben zur bildenden Kunst stellen den Abschluss des Projektes dar. Der Vortrag will die unterschiedlichen Dimensionen des Projektes "Weimarer Klassizismus" (wie hier präziser formuliert werden soll!) aufzeigen und gleichzeitig verschiedene Gründe für sein letztliches Scheitern erläutern.
Der Vortrag findet am 29. Juni 2009 um 20 Uhr in der Universität Witten/Herdecke statt. Die Bürgeruniversität ist eine Kooperation der Universität Witten/Herdecke mit der Volkshochschule Witten, Wetter, Herdecke. Der Eintritt beträgt 5 bzw. erm.3 Euro. Der nächste Termin: 26. Oktober 2009, Dipl.-Kaufm. Dr. Klaus Neuhoff: Der Dichter und der Ökonom - Schiller liest Adam Smith.
Weitere Informationen bei Klaus-Bernhard Tetzlaff, 0172/70 54 559
Criteria of this press release:
History / archaeology, Language / literature, Philosophy / ethics, Social studies, Teaching / education
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Studies and teaching
German

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