Die Lehrerbildung war ein Schwerpunktthema des Senats der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gestern in Bonn. "Die Hochschulen übernehmen zunehmend Verantwortung für die Lehrerbildung und geben ihr den Platz, der ihr im Interesse der Studierenden, der Schülerinnen und Schüler und der Gesellschaft insgesamt zukommen muss", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute vor der Presse in Berlin. "Nachdem die HRK für die Neugestaltung der Lehrerbildung im Jahr 2006 grundlegende Orientierungen verabredet hatte, konnten wir nun konkrete Modelle diskutieren, die diese Ansprüche einlösen."
Das Konzept der "School of Education" der TU München stellte deren Präsident Professor Dr. Wolfgang Herrmann dem HRK-Senat vor. Dort wird die Lehrerbildung in einer eigenen neuen Fakultät zusammengeführt, Bildungsforschung integriert und eine enge Verbindung mit den Fachwissenschaften wie mit der Schulpraxis hergestellt. HRK-Präsidentin Wintermantel sagte, die TU München habe mit diesen Strukturentscheidungen ein bemerkenswertes und beispielhaftes Bekenntnis zur Lehrerbildung abgegeben.
Die Lehrerbildungsexpertin Prof. Doris Lemmermöhle, Universität Göttingen, verdeutlichte im HRK-Senat, wie sehr sich die Lehrerbildung in den vergangenen Jahren durch gewandelte Arbeitsweisen der Schulen, aber auch durch neue Erkenntnisse der Schul- und Unterrichtsforschung verändert hat. "Dafür entwickeln die Universitäten nicht nur inhaltliche Konzepte, sondern auch Organisationsformen, die die Qualität der Lehrerbildung sichern und verbessern. Das können auch fakultätsübergreifende Zentren für Lehrerbildung und Schulforschung sein wie etwa in Göttingen oder Paderborn", erläuterte Wintermantel. "Wichtig ist, dass wir die Lehrerbildung nachhaltig als zentrale Aufgabe der Hochschulen mit besonderen Anforderungen an alle beteiligten Fakultäten verankern. Die HRK wird der Lehrerbildung auch weiterhin hohe Aufmerksamkeit widmen."
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German

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