Bonn, 12.08.2009. In dieser Woche besucht der Hochschul- und Wissenschaftsminister der Region Kurdistan in der Republik Irak, Dr. Idris Hadi Salih, auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) verschiedene deutsche Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Auf der Agenda stehen auch drei Projekte des neuen DAAD-Programms "Hochschulpartnerschaften mit dem Irak", an denen Hochschulen aus der Region Kurdistan beteiligt sind.
Das mit rund 4,5 Millionen Euro geförderte Programm soll die Strukturen für eine langfristige Zusammenarbeit deutscher und irakischer Universitäten schaffen. Anders als im Rest des Iraks ist die Sicherheitslage in der kurdischen Region, die eine weitreichende Autonomie innerhalb des Iraks besitzt, verhältnismäßig entspannt.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte bei seinem Irak-Besuch im Februar 2009 mit der irakischen Zentralregierung eine Strategische Akademische Partnerschaft vereinbart. Der akademische Wiederaufbau wird auch mit der kurdischen Regionalregierung partnerschaftlich umgesetzt. Neben verschiedenen bereits angelaufenen Maßnahmen ist das neue DAAD-Programm ein weiterer Schritt, um die Zusammenarbeit nachhaltig zu festigen.
Auf seiner Reise besucht Minister Dr. Idris Hadi Salih drei der vier Gewinner dieser kürzlich abgeschlossenen Ausschreibung. Über eine Laufzeit von zunächst drei Jahren werden die Hochschulpartnerschaften mit insgesamt mehr als einer Millionen Euro pro Hochschule unterstützt. In einem zweistufigen Verfahren wurden aus insgesamt 27 Anträgen die der Technischen Universität Berlin (Informatik), der Technischen Universität Dortmund (Regional- und Raumplanung), der Universität Erlangen-Nürnberg (Wirtschaftswissenschaften) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (Geologie und Maschinenbau) ausgewählt.
Am Donnerstag wird der Minister mit DAAD-Generalsekretär Dr. Christian Bode und Dr. Michael Stückradt, Staatsekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen zusammentreffen, um sich über die Perspektiven einer intensiven Zusammenarbeit auszutauschen. Dabei wird er auch die Gelegenheit haben, sich über die Aufgabenteilung der Hochschul- und Wissenschaftspolitik in einem Bundesstaat zu informieren.
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