"Fundierte Fakten liefern und längerfristige Entwicklungen aufdecken", so skizziert Dr. Harald Strotmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim und ehemaliger wissenschaftliche Geschäftsführer des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), das Ziel des IAW-Wirtschaftsmonitors Baden-Württemberg. Die Studie untersucht die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Volkswirtschaft und deren Entwicklung im nationalen und internationalen Vergleich.
Sie zeigt dabei, dass das Pro-Kopf-Einkommen in Baden-Württemberg nach wie vor hoch ist, trotzdem hat der Südwesten im Vergleich zu nationalen und internationalen Referenzländern in den vergangenen Jahren etwas an Boden verloren. Ein Fazit, das bei der Veröffentlichung der Studie des IAW im Juli 2009 für ein großes Echo in der Medienlandschaft sorgte.
Das älteste Forschungsinstitut Baden-Württembergs ist mit der Hochschule Pforzheim eng verbunden. Neben Strotmann und dem Mitautor der Studie, dem Lehrbeauftragten Dr. Raimund Krumm, waren und sind zahlreiche Professoren der Fakultät für Wirtschaft und Recht in die Arbeit des IAW eingebunden. Die jetzt herausgegebene Studie legt einen zehnjährigen Beobachtungszeitraum von 1997 bis 2007 zu Grunde, um den Einfluss von Sonderfaktoren zu minimieren. "Zentrales Ziel der Analysen ist es, gerade langfristige, strukturelle Entwicklungen in der Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Volkswirtschaft erkennbar werden zu lassen", erklärt Dr. Harald Strotmann, der seit 2007 Professor in Pforzheim ist. Zwar stehe Baden-Württemberg im Zentrum der Untersuchung, doch der Blick gehe daher bewusst über den regionalen und nationalen Tellerrand hinaus, so Strotmann.
Das IAW liege an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, betonte der Pforzheimer Professor, und biete daher gerade auch Studierenden immer wieder Einblicke in die konkreten Anwendungsgebiete ihres Lehrfaches. Der Wirtschaftsmonitor Baden-Württembergs sei eine umfangreiche Faktensammlung, die auch Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Verfügung stände. "Die Untersuchung dient der Versachlichung der Diskussion", erklärt Strotmann. Die Analyse der verschiedenen Volkswirtschaften basiert dabei auf einem systematischen Kennzahlenvergleich, der wichtige Entwicklungslinien deutlich macht. Dabei werden nicht nur Ergebnisgrößen der "Wohlstandsentwicklung", wie z.B. das Pro-Kopf-Einkommen oder die Situation auf dem Arbeitsmarkt beleuchtet, sondern auch zentrale wirtschaftliche Basisdaten und somit "Inputgrößen" der Wohlstandsentwicklung, auf die die Politik bzw. Wirtschaft Einfluss nehmen können. So werden unter anderem die preisliche Wettbewerbsfähigkeit (z. B. Entwicklung der Lohnstückkosten), die Steuer- und Abgabenbelastungen, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Bildung oder auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur anhand von Kennzahlen im Vergleich analysiert.
Der Wirtschaftsmonitor liefert auf 82 Seiten eine Fülle von statistischen Informationen und Analysen. Nach 2002 und 2004 erschien der Monitor im Juli 2009 in dritter Auflage.
Professor Dr. Harald Strotmann
Source: Hochschule Pforzheim
Criteria of this press release:
Economics / business administration, Politics
regional
Research projects, Scientific Publications
German

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